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 Malingrus Tagebuch 3 (DSA Abend 14.01.)

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Hrothgar
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Hrothgar

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Malingrus Tagebuch 3 (DSA Abend 14.01.) Empty
BeitragThema: Malingrus Tagebuch 3 (DSA Abend 14.01.)   Malingrus Tagebuch 3 (DSA Abend 14.01.) EmptyMo 20 Feb - 8:08

24. Hesinde 16 Hal
Bornstein – Schotzen
Bornabwärts

In aller Frühe, nach einem herzhaften Frühstück, erwartete uns unser Kapitän Goljev auf seinem stolzen Kahn. Da es ziemlich zugig war, zog ich mich mit einer der gefundenen Pergamentrollen aus Robaks Studierstube in den kleinen Verschlag des Boots zurück. Anders Ragnar, er blühte förmlich auf, als er endlich wieder Schiffsbohlen unter den Füssen spürte, auch wenn es nur die Bretter eines Flusskahns waren. Er begab sich zum Bug und fühlte sich wie der König der Welt (Rowena spielte auf ihrer neuen Knochenflöte ein spöttisches Lied dazu). Die Freude des Königs wurde nur durch eins getrübt - das Fehlen einer gewaltigen zweihändigen Streitaxt als Symbol seiner Macht. Von der Fahrt bekam ich in meinem Verschlag wenig mit, meine Weggefährten berichteten mir aber von verschneiten Wäldern, kleinen abgelegenen Weilern und mächtigen, mit langen Eiszapfen behangenen Felsen, die am Ufer vorbeizogen. Wir ließen Firunen links liegen und erreichten gegen Abend den kleinen Ort Schotzen, wenig mehr als eine Fährstation und ein Gasthof daneben, der aber sogar Doppelzimmer anzubieten hatte. Eines davon mietete ich mir selbst, ein anderes bezogen Ragnar und Nynjian. Rowena zog es vor auf dem Flusskahn zu nächtigen. Ich hingegen wollte die Abgeschiedenheit nutzen, um meinen Stab mit dem zweiten Stabzauber, der immerwährenden Fackel, zu belegen. Bevor ich begann, stellte ich sicher, dass die Läden und die Eingangstür fest verschlossen waren. Schließlich wollte ich eine Anzeige wegen, was Laien als schwarze Magie interpretieren könnten, auf alle Fälle vermeiden. Mit meiner spärlichen Ausstattung versuchte ich nun eine magische Aura zu erschaffen. Mit Kreide malte ich einen Kreis und ein eingebettetes Trigramm auf den Boden, umgeben von Zahjad-Glyphen. Auf den drei Ecken platzierte ich den Runenschädel, der mich seit meiner Jugend begleitet, den aus einem Tierschädel geformten Trinkbecher und die Beschwörungskerze aus Robaks Labor. Ich sank auf die Knie und versuchte meine arkane Kraft in den Stab fließen zu lassen. Doch sei es aufgrund der störenden Geräusche aus dem Untergeschoss, sei es durch die ungewohnten Anstrengungen der letzten Wochen, es gelang mir nicht, die magische Trance aufrechtzuerhalten, meine astrale Energie verpuffte in der Nacht und lies mich erschöpft zurück.

25. Hesinde 16 Hal
Schotzen - Schlüsselfels
Bornabwärts

Am frühen Morgen brachen wir wieder auf, ich versuchte mich von den nächtlichen Strapazen zu erholen, und auch meine Gefährten versuchten die Zeit totzuschlagen. Gegen Abend erreichten wir Schlüsselfels, eine mächtige Burg mit einem vorgelagerten Burgdorf. Wir nächtigten in der Schenke „Zum Schlüssel“, wo ich einen angeblich magischen Universalschlüssel bewundern konnte. Ragnar hingegen bewunderte vielmehr den „Torfbrand“, einen aus schmackhaften Moorkräutern hergestellten einheimischen Schnaps, natürlich nicht ohne zuvor noch ans Burgtor zu klopfen, um nach zu verkaufenden Barbarenstreitäxten zu fragen. Das scheint sich allmählich zu einer Manie zu entwickeln.

26. Hesinde 16 Hal
Schlüsselfels - Birkholt

Schon bei unserer Abfahrt herrschte dichtes Schneetreiben, und es wurde tagsüber nicht besser. Gegen Mittag erreichten wir eine Insel mitten im Fluss. Die Fahrtrinne links war von Treibeis verstopft, so lenkte Goljev seinen Kahn in den engeren, knapp 20 Schritt breiten Kanal rechts an der Insel vorbei. Als wir das Eiland etwa zur Hälfte passiert hatten flogen plötzlich VON DER Flussinsel schwarzgefiederte Pfeile aus dem Schneetreiben auf den Kahn zu und erwischten Goljev an der Schulter, der daraufhin zusammenbrach und das Ruder fahren ließ. Sofort schwenkte der Kahn herum und steuerte auf das kleine Eiland zu. Ein weiterer Pfeil erwischte Rowena am Bein. Ragnar handelte sofort. Von seinem Schild gedeckt hechtete er auf das verwaiste Ruder zu und brachte den Kahn wieder auf Kurs. Doch wir hatten uns zu früh gefreut, denn eine mächtige Tanne rechterhand vor uns begann zu kippen, knallte krachend auf das gegenüberliegende Flussufer der Insel und versperrte uns den Fluchtweg. Vor Schreck entglitt Ragnar das Ruder wieder und unser Kahn schrammte unsanft auf das Kiesufer der Insel.
Dann war Stille. Nach einigen Augenblicken tauchten in dem Schneetreiben Gestalten auf, erst eine, dann zwei, bis schließlich acht Gestalten vor uns standen. Sechs kleine affenartige Gestalten, wie ich sie ähnlich schon in Festum gesehen hatte, wo diese, Goblins genannte Kreaturen, ein halbwegs zivilisiertes Leben führten. Angeführt wurde die verwegene Bande von zwei weit größeren Wesen, meine Studien ließen mich auf Orks schließen. Eins der Wesen war ziemlich feist, hatte braunes Fell und einen abgebrochenen Hauer, der andere war noch größer mit schwarzem Fell und einem roten Mohawk, in seiner Hand eine mächtige Streitaxt. Langsam rückten die Wegelagerer vor. Ragnars mächtiger Kriegsschrei ließ die Goblins zwar kurz zusammenzucken, doch ein Befehl des schwarzen Orks brachte sie schnell wieder zurück in die Reihe. Dann begannen sie auf uns zuzustürmen. Zwei der Goblins hatten sich mich als Opfer ausgesucht. Doch noch bevor sie mich erreichen konnten, schleuderte ich ihnen einen HORRIPHOBUS entgegen. Mit schreckgeweiteten Augen machten die Kreaturen auf dem Fuß kehrt und flüchteten zurück in das Schneetreiben. Wieder hatte ein Zauber in einer Krisensituation gewirkt! Ragnar und sein treuer Goliath standen derweil dem Axtschwinger gegenüber. Odin, Rowenas Hund, hatte sich derweil in einen Goblin verbissen und ein weiterer wurde von der Hexe magischem Stab verprügelt. Den schwersten Stand hatte zweifellos Nynjian, er stand nicht nur zwei Goblins, sondern auch dem feisten Ork gegenüber und er wurde hart bedrängt. Und immer wieder flogen Pfeile um uns herum. Ein zweiter HORRIPHOBUS traf den rotbeschopften Ork, und auch dieser war meiner magischen Macht nicht gewachsen. Er folgte seinen Kumpanen in den Wald, wobei er seine Streitaxt fest umklammert hielt; leider folgten ihm seine Spießgesellen nicht. Nur Goliath hetzte ihn in weiten Sprüngen hinterher. Odin und Rowena setzten ihren Gegnern immer noch heftig zu, nur Nynjian blutete schon aus mehreren Wunden. Der Maraskani verschaffte sich indes Luft, indem er dem feisten Ork mit einem gezielten Streich den Kopf vom Leib trennte! Welch Klingenführung!
Ich zog nun selbst mein treues Bannschwert und begann auf den nächsten Gegner zuzueilen, Ragnar eilte indessen dem Maraskani zu Hilfe. Als ich bei meinem ausersehenen Ziel angekommen war, lag dieser schon, von Rowenas Stab zu Tode geknüppelt, im Schnee. Ich verschnaufte kurz und visierte mein nächstes Ziel an. Ragnar hatte nun sein eigenes Ziel erreicht und nahm dem Maraskani einen Gegner, einen bösartig aussehenden Goblin mit Augenklappe ab. Dann erreichte ich meinen nächsten Gegner, doch auch dieser weilte nicht mehr unter den Lebenden, von Odin mit Bissen zugesetzt und von Rowenas Stab geprügelt, also sofort den nächsten Goblin anvisiert. Doch auch diesem wurde schon von Ragnars Axt der Schädel fast gespalten, und Rowenas Stab gab ihm den Rest. Nun war es dem verbliebenen Goblin zu viel, und er nahm Reißaus. Auch die Bogenschützen zogen sich zurück. Doch nun geriet Rowenas Stab außer Kontrolle und wir mussten alle erheblich Prügel einstecken, bis es der Hexe gelang, ihn wieder zu beruhigen.
Mit ausgestrecktem Arm und zitternder Unterlippe stand nun der Thorwaler fast weinend da: „Ich wollte aber die Axt haben!“ Doch dann wandte er sich abrupt ab und kümmerte sich wie der Rest von uns um Goljevs und unsere Wunden. Die Durchsuchung der vier Gefällten förderte nichts Nennenswertes zu Tage.
Nun hieß es noch, den Kahn wieder flott zu kriegen, und die Sperre zu entfernen. Ragnar schnappte sich eine mächtige Holzfälleraxt (jawohl! Endlich eine mächtige Axt, sie sagte aber dem Thorwaler als Waffe dann doch nicht so zu) und machte sich daran, die Tanne zu zerteilen. Dabei trällerte er munter, wenn auch ein wenig schief, das Holzfällerlied des berühmten thorwaler Barden Montyson Pythonwulf.

Nach einer halben Stunde hatte er den Baumstamm endlich soweit, dass er flussabwärts trieb. Unserer Weiterfahrt stand nun nichts mehr im Weg. Gegen Abend erreichten wir Birkholt, nach hiesigen Verhältnissen schon fast eine Großstadt mit 650 Einwohnern. Da Goliev, viel von der Hässlichkeit des hiesigen Rathauses erzählt hatte, nahm ich es kurz in Augenschein, naja altbornischer Burgenstil, wem‘s gefällt. Imposanter ist da schon die „Drachenstreiter-Akademie“. Wir übernachteten in der „Herberge bei Duchdo“.

27. Hesinde 16 Hal
Bornabwärts

Die heutige fahrtstrecke führte uns von Birkholt, vorbei an Hulga, Hamkeln, Blütenfels und Hilgen nach Nivesel. Während des Tages passierte nichts Besonderes, so dass ich mich wieder in meine Studien vertiefen konnte. Nivesel ist nur etwas kleiner als Birkholt. Auf dem Weg zu unserem Gasthof „Zum Schwan“, kamen wir an dem alten Relief des Torgiebels des mittlerweile geschleiften Stadttores vorbei. Die Niveseler wollten dieses Kunstwerk aber offenbar nicht zerstören und setzten es etwa eine Handbreit über den Boden in ein altes Stadthaus ein, aber immerhin, es war von Schnee freigeschaufelt, so dass man es gut betrachten konnte.

28. Hesinde 16 Hal
Festum

Rowenna und Ragnar waren den ganzen Tag etwas aufgeregt, sollten wir doch am Abend die drittgrößte Stadt Aventuriens erreichen: Festum. Die steinerne Zollbrücke bietet auch einen imposanten Anblick, wenn man mit dem Kahn unten hindurch fährt. Kurze Zeit später überquerten wir sie zu Fuß. Unser Plan war, zuerst Nynjians Onkel Kajin, der die Taverne „Freies Maraskan“ im Stadtteil Neu-Jergan führt, aufzusuchen. Auf unseren Weg die Kaianlagen entlang passierten wir den riesigen Efferdtempel. Wir mussten Ragnar mit Gewalt daran hindern das Gotteshaus zu stürmen, denn das hohe Tor ist aus Walbarten gefertigt.
Und dann erreichten wir eine völlig andere Welt, Gebäude mit geschwungene Dächern und glasierten Dachziegeln, seltsame Statuen oder die Gemälde von fremdartigen Kriegern, wenn man Nynjian nicht kennt, bewachen die Eingänge, die bei einigen Häusern sogar rund sind! Im Lokal angekommen unterhielt sich Nynjian kurz mit einem Bediensteten, dann geleitete man uns zu seinem Onkel. Auf dem Weg dorthin erklärte uns der Maraskani kurz, dass es hier zu Kämpfen gekommen war, sein Onkel sei verletzt und er wäre der Grund für das Ganze. Wir passierten einen kleinen Ziergarten mit einem kleinen metallenen Zierbrunnen und gerechten Sandfeldern. Mein geschultes Auge sagte mir, dass er sich hervorragend zur Meditation eignen würde. Und schon erreichten wir das Gemach Kajins. Als Eingang dienten offenbar verschiebbare Holzwände?! Um mit Ragnar zu sprechen: „Die spinnen die Maraskani!“ Nynjian entledigte sich seines Schuhwerks und rutschte auf den Knien hinein, aus Höflichkeit zogen auch wir unsere Stiefel aus, auf die Herumrutschrei verzichteten wir. Wieder waren wir Zeugen eines langen Gesprächs, von dem wir kein Wort verstanden. Bevor und der Ost-Insulaner danach schnell wegführte brach freilich Ragnar wieder mit seiner Fragen nach gewaltigen Streitäxten heraus. Doch leider sind die Maraskani nicht gerade für ihre Axtkämpfer bekannt und so kann uns der Thorwaler mit seiner Besessenheit weiter auf die Nerven gehen.
Nynjian führte uns zu einer Herberge im Hesindeviertel, weil es im „Freien Maraskan“ für ihn nicht sicher sei, und dort wollte er uns alles erklären. Er erzählte uns eine Geschichte von Liebe, Mord und Rache, wie es sie eben nur in Maraskan geben kann, hier nun seine Geschichte in verbatim:

„Diese unwürdige Person wurde von der Blüte des Tomura-Clans, der Tochter des großen Daimyos selbst, als Liebster auserwählt. Ihre Haut schimmerte im Mondlicht wie Elfenbein, ihre Augen blitzten wie grüne Jade und wenn sie lächelte blinkten ihre Zähne wie die Perlen aus der Kette der Kaiserin Lin Feng. Doch das ehrwürdige Oberhaupt missbilligte unsere Beziehung und er schickte seine Mandarine, um diese unwürdige Person aufzufordern, diese Beziehung zu beenden, doch diese unwürdige Person wiederstand sowohl den schmeichlerischen Bestechungen als auch den wüsten Drohungen des Daimyos. So fasste das ehrwürdige Oberhaupt einen gar nicht ehrwürdigen Plan. Und wie der Sturmdrache die Schindeln der Pagoden von Boran davonträgt, trug der 2. Finger Tsas, die maraskanische Meuchlergilde, die Lebenskraft meiner Lotosblume davon. Der niederträchtige Sohn eines Hundes arrangierte es so, dass die Büttel des Richters nur meine Schwester als Schuldige ermitteln konnte. Diese unwürdige Person musste mitansehen, wie die liebliche Tochter seines Vaters hingerichtet wurde. Verzweiflung packte diese unwürdige Person und sie wollte Harakiri begehen. Doch beschloss sie die äußere Ehre zu verlieren, aber die innere Ehre zu behalten und den Weg des Ronin zu gehen. Leise wie der Tiger auf der Pirsch näherte er sich dem Palast des Tomura-Clans und tötete den Sohn des räudigen Hundes in der nächsten Nacht. Auf einem Schiff seiner Familie floh er darauf nach Festum, gejagt von den speichelleckenden Hunden des Daimyos, wie der edle Hirsch von den Hunden des Jägers. So hat es der Flug des Weltendiskus gefügt, und so ist es geschehen!“


Wir hatten also vorsichtig zu sein. Jetzt war der Verfolgungswahn des Maraskanis zumindest verständlich. Nach dieser Beichte legten wir uns schlafen.

29. Hesinde 16 Hal
Festum

Nach einem ausgiebigen Frühstück wollten wir zunächst in der Halle des Quecksilbers nachfragen, ob einer der drei Magier, die wohl in diesen Fall verwickelt sind, dort bekannt seien. An dem imposanten Hexagongebäude des Hesinde-Tempels vorbei, durchquerten wir zunächst den sogenannten Schlangenwald, einen wundervollen Park, wo uralte Blutulmen und Steineichen ihre Schatten auf idyllische Teiche werfen, die um diese Jahreszeit leider viel von ihrer Pracht eingebüßt hatten. Nynjian und Ragnar beschlossen hier zu warten, so begleitete mich nur Rowenna, die neugierig auf die Schule der Magie war, zu dem gewaltigen Eingangsportal. Die Türflügel sind mit kunstvollen Einhorn-Darstellungen verziert und darüber prangt der Schriftzug: „Quaestio mundus est“. Für die Hexe übersetzte ich das als „Die Forschung ist die ganze Welt.“ Auf unser Klopfen hin öffnete uns ein Hausdiener und führte uns in die elf Schritt hohe Eingangshalle, deren Wände eine gemalte Zusammenschau aller bekannten Substanzen gemäß der Klassifizierung von Paramanthus zeigen. Rowenna blieb ob dieser Pracht der Mund offen stehen, würde doch das größte Haus ihres Heimatdorfes leicht in dieser einen Halle Platz finden. Doch uns blieb nicht lange Zeit für Betrachtungen, denn der Domestik führte uns in den gemütlichen Empfangssalon, wo wir unser Anliegen schilderten. Der Diener verschwand und kehrte kurz darauf mit einem jungen Magier zurück, der uns die gewünschten Auskünfte erteilen sollte. Lew war ihm völlig unbekannt, Robak war vor Monaten das letzte Mal in dieser Akademie, in der Bibliothek, nur unser al’anfer Freund Vierauge schien doch etwas besser bekannt zu sein. Der Magus gab uns den Rat, ihn doch in der „Halle des Quacksalbers“ einer Magierkneipe unweit der Akademie zu suchen. Uns artig bedankend verließen wir das Akademiegebäude wieder um unsere Freunde auf den neuesten Stand zu bringen.
Unser weiterer Plan war nun, der Spur des zwielichtigen Zange zu folgen, und dazu alle Kaschemmen an den Docks abzuklappern. Ragnar war begeistert von diesem Plan. Die erste Adresse entpuppte sich jedoch als das Edelbordell „Aves“, und da wir alle der Meinung waren, der Thorwaler würde entweder nicht eingelassen werden, oder wenn doch, würden wir ihn erst in einer Woche wieder sehen, sollte Nynjian hier Erkundigungen einziehen. Nach einer ewigen Warterei, erschien der, nun nach Rosen duftende Maraskani wieder und erklärte nur lakonisch, dass in diesem Haus Wert auf äußerste Diskretion gelegt wird. Also klapperten wir weiter den Kai ab, die meisten Tavernen hatten noch geschlossen, doch schließlich fanden wir ein die geöffnet hatte. Hier begann Ragnar die anwesenden Gäste, Überbleibsel einer langen durchzechten Nacht mit thorwaler Raffinesse auszufragen: „He! Thorwaler, wie heißt ihr eigentlich?“ „Ja, eh … Puh“ „Also dann Prost Puh“. Immerhin fand er heraus, dass sich Zange meist in einer schmierigen Kaschemme namens „Riff der verdorrenden Kehlen“ aufhielt. Mit dieser Information begaben wir uns endlich zum Mittagessen. Dazu wählten wir den „Ratskeller“, ein gediegenes Restaurant, nach langen Tagen des Darbens endlich mal wieder ein Essen, das eines Magus würdig war.
Nach diesem vorzüglichen Mahl, drängte uns unser Seemann, doch endlich mal einen Waffenhändler aufzusuchen, denn er träumte, was wir vieleicht nicht wissen konnten, von einer zweihändigen Streitaxt. Doch weder bei einem Schmied, noch bei einem Waffenhändler wurde der Jungspund fündig.
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