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Tioniki: Die Zeit nach Güldenbruck EmptyDo 24 Aug - 16:50 von Askan Eschenfall
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 Tioniki: Die Zeit nach Güldenbruck

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BeitragThema: Tioniki: Die Zeit nach Güldenbruck   Tioniki: Die Zeit nach Güldenbruck EmptyDo 8 Nov - 19:46

Es war zum Heulen. Und ich spreche nicht von erhabenen, zwischenweltlichem Wolfsgeheul. 


Regenwasser lief in kalten Bahnen über meinen Rücken, meine Ledertunika war schwer und durchnässt, der Boden uneben und schlammig. Mein Geist schwankte zwischen resignierter Gleichgültigkeit und schäumender Wut – wahlweise auf mich oder den Rest der Welt.

Ein anderer Name (Oh ja! endlich konnten ihn sich alle merken!), ein neues Leben….

…und ich brauchte nicht mal zwei ganze Götterläufe um wieder vor einem Haufen Dämonen und einer Reihe verärgerter Götter zu stehen. Dämonen, bei Smertullus, innere Dämonen, andersweltliche Dämonen und zu allem Überfluss auch noch ganz konkrete Dämonen.
Ich trat wütend gegen einen armen Ast, der sich in zufällig nah genug an meinem ungeraden Weg aufhielt. Am liebsten hätte ich mein Schicksal laut angebrüllt, aber auch meiner Kehle kam nur ein heiseres Fiepen.

Es hatte sich erst einmal ausgeschrien. Der volle Ton meine Stimme weilte bei meinem Krafttier. Und das wiederum bewachte ein gottverlassenes, unsägliches Tor – erbaut von Wesen die ich nicht verstand, mit Werkzeug, das ich nicht verstand, in einem Land das mir fremd war – ob nun Nerolun seine Klauen schon darauf legte oder nicht.

Jämmerlich!

Im diffusen Licht des verregneten Nachmittags tauchte am Horizont ein grauer Schemen auf. Eine kleine Siedlung. Vielleicht hatte ich da ja Glück.
Schon vor einigen Wochen hatte ich den Stoßtrupp der Rauriker verlassen, um die Familie des Bauernmädchens zu suchen. Das arme Ding, welches von Nerolun auf düstere Wege gelockt worden war, und dafür mit Ihrem Leben bezahlt hatte. Oder etwa nicht? Gerüchte besagten, man habe den Ast des Baums am nächsten Tag leer gefunden.

Aber mir war es ganz recht, allein zu sein. Und mich zog auch nicht viel nach Hag Raurik – denn jeder Schritt den ich mich von meinem unsichtbar gefesselten Wolf entferne, hinterließ weniger Feuer und Entscheidungswillen in mir. Mich plagten Alpträume, dass Nerolun mich wieder besuchte, mich einlullte und mir Wärme und Geborgenheit versprach. Ohne das Feuer meines Krafttieres in mir spürte ich, wie ich nachgab.

Ich erwachte jedes Mal mit dem letzten Bild vor Augen, wie ich dasaß und blutige Zettel in Verbände einnähte, endlose Fürbitten und Bitten an eine Gottheit die ich in Wirklichkeit hasste.

Wie es wohl unserem Kriegspriester ging? Ob er, verlassen von der ruhigen Gutmütigkeit des Widders nun tobend und schreiend die Rauriker terrorisierte? Oder dezimierte er gerade die Truppen der roten Legion?  Wann immer ich Einheimischen begegnete, erkundigte ich mich rasenden Herzens nach dem Schicksal unseres Kriegszuges. Ständig bangend, jemand würde erzählen die Rauriker seien besiegt. Alles vergebens und mein Wolf im Feindesgebiet gefangen. Das wäre wahrhaftig eine Strafe der Götter.
Smertullus sei Dank – die Menschen erzählten derzeit eher von einem langsamen und zählen Voranschreiten der Rauriker. Unter herben Verlusten. Ich will gar nicht daran denken.
 
Inzwischen liegt das Gehöft vor mir. Wie immer umkreise ich das Gebäude erst einmal und versuche einen Blick durch die Fenster zu erhaschen. Im Gesindehaus wird gerade Suppe ausgegeben. Ich klopfe an das Tor.
Unter anderen Umständen hätte ich mich den Eigentümern als Heilerin und Schamanin vorgestellt und vielleicht eines meiner Schutzamulette gegen ein Mahl eingetauscht. Aber in mir schwang keine magische Energie und ich sah abgerissen und unglücklich aus – niemand, der gute Aura verbreiten kann.

Ich war froh, in meinem Beutel noch ein paar Kupfer und Silber bei mir zu tragen. So wurde mir von der Gesindevorsteherin eine Schüssel warme Suppe ausgegeben, und ich durfte mir einen Platz vor dem Kamin suchen. Man hielt mich für krank, weil ich so heiser sprach. So hatte ich ein ruhiges Eck für mich allein, um mein allabendliches kleines Ritual abzuhalten.

Ich schloss die Augen und versank in Meditation. Ich suchte nach den letzten glimmenden Bruchstücken meiner Erdenergie in mir und sandte einen dünnen Strahl aus. Mein Geist folgt ihm bis zu den wohlbekannten grauen Steinen des Tors. Ich taste nach anwesenden Kräften, die ich kenne. Dann, endlich, verwässert durch viele fremde Kraftansammlungen, spüre ich eine stolze Kraft, die in Habachtstellung steht. Wie durch einen viel zu engen Halm aus Stroh, durch den man versucht Luft zu saugen, schicke ich Liebe aus und erhalte Urkraft. Tröpfchenweise, nicht annähernd genug, aber es wird mir wärmer ums Herz. Ich erhalte die Verbindung so lange auf wie möglich.

Dann reißt der Faden ab und ich sinke in meine unruhigen Träume.
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Grimmar
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BeitragThema: Re: Tioniki: Die Zeit nach Güldenbruck   Tioniki: Die Zeit nach Güldenbruck EmptyFr 16 Nov - 17:04

Sehr, sehr schön  Crying or Very sad
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Tioniki: Die Zeit nach Güldenbruck
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