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 Von den Drachenlanden im Jahre 15 und dem Swajut des Falken

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Grimmar
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BeitragThema: Von den Drachenlanden im Jahre 15 und dem Swajut des Falken   Mi 9 Sep - 22:53

Das waren sie also - die Drachenlande, die Stadt Aldarach und das sagenumwobene Fest der Drachen. Versonnen schaute Grimmar in der aufgehenden Morgensonne von der Reling des Schiffs hinüber zum kleiner werdenden Stück Land, das auf keiner Karte verzeichnet war. Er stand als Einziger von den Raurikern an Deck, der Großteil des mitreisenden Swajuts noch schlafend. Darion Thracian, der Kapitän der Seewolf, stand am Ruder seines stolzen Schiffs, welches die Rauriker vor sechs Tagen und Nächten hierher brachte und nun wieder gen die Südlande Kurs genommen hatte. Backbords segelte die Enterprise, ein weiteres Schiff, dass die Vorräte und Habseligkeiten der Rauriker transportierte, ob des vollen Laderaums der Seewolf.

Grimmar sog die klare, kalte Morgenluft ein, die ein wenig wärmer war, als auf der Insel. Bald würden seine Brüder und Schwestern trotz der großen Anstrengungen und Müdigkeit, die sie alle nach den Schlachten verspürten, erwachen und ihren Mageninhalt der See darbieten. In diesen wenigen Momenten auf hoher See war Grimmar immer froh über das fränkische Erbe seines Vaters. Denn wie dem einstigen Nordmann Hrothgar Barnasson machte auch ihm der Wellengang nichts aus.

Hrothgar - Paigi und Hrothgar. Die Beiden und die Ballade die der junge Skalde ihres Handfastings zu Ehren verfasste, war der Grund, warum er dem Gunrik in die Drachenlande folgte. Er wollte sie in eine der dortigen Bibliotheken bringen, auf dass sie dort die Ewigkeiten überdauern möge und die Liebe anderer beflügeln solle. Und dieses Ziel hatte er erreicht. Grimmar dachte an den Bibliotheksausweis der Stadt Aldarach, Beweis für seine Tat, und an den Moment, da er ihn Paigi und Hrothgar zeigen und ihnen von seinem Tun berichten würde.

Doch würde diese Geschichte nichts sein, was in den Tavernen Geld und am Stammesfeuer Jubelrufe bringen würde. Als Skalde war es seine Aufgabe von den großen, göttergefälligen Taten des Swajuts zu erzählen - und davon gab es so einige. Wo sollte er nur anfangen? Welche würde sich eignen in ein Lied gefasst zu werden?

Grimmar musste an Tyra denken. Die Raurikerin aus der Sippe der Halvor war am Tag der Abreise zum Swajut gestoßen. Raskel sah das Feuer in ihren Augen und stimmte zu sie als Sippentochter mit auf Fahrt zu nehmen. Während der Überfahrt hing sie an den Lippen aller Swajutmitglieder, denn sie war wissbegierig - von den Einzelnen, die nicht mitgezogen waren, über die Heldentaten des Swajuts, bis hin zu den alten Sagen und Legenden der Heimat. Wenn man ihr von jemand erzählte, so war es, als würde sie ihn kennen.
Tyra wurde vom Gunrik ausgewählt, den Segen einer Nordmann-Druidin zu erhalten, auf dass die Götter während der Schlacht in sie fahren mögen. Sie wurde gesalbt und gesegnet, im Kreise des gesamten Heeres des Dorfs der Stämme, inmitten aller versammelter Krieger der Drachenlande auf dem Feld der finalen Schlacht. Und wahrlich, der Segen wohnte in ihr. Grimmar sah, wie sie unter dem Treffer eines Wurfdolchs im Gesicht schwankte, doch aufstand und blutend den Feinden Tod und Verderben brachte. Ihre Pfeile nahmen Leben und wo ihr Speer traf, riss sie tiefe, blutende Wunden, so als wäre sie der Adler Nantusveltas persönlich. Es war eine Freude an ihrer Seite zu kämpfen, als der Swajut geteilt wurde auf dem Schlachtfeld, jede Hälfte auf sich allein gestellt.
Es würde auch in Zukunft gut sein, sie im Swajut des Falken zu wissen.

Ach, der Falke - der Gunrik Raskel. Nie zuvor, gefühlt, hatte Grimmar seinen Anführer so beseelt und jung, so voller Feuer gesehen. Er ist stets ein großer Anführer für den Swajut und die Seinen, doch im Dorf der Stämme, als Mitglied des Things und als Kriegsmeister des Heerzugs der geeinten Kelten und Nordmänner, Schotten und Wilden waren seine Taten und Worte reif für Legenden. Er sprach vor der finalen Schlacht zu seinen Kriegern und entfachte ein Feuer in deren Herzen, dass von Teutates selbst nicht heißer hätte brennen können. Und obwohl er die Seinen kühn und verwegen führte, keiner der seinen fiel, brachte er seinen Feinden ein blutiges Ende - durch seine eigenen Waffen ebenso, wie durch die seiner Mannen und Frauen, die für die Stämme kämpften.
Wahrlich, Grimmar wusste wieder einmal was er an seinem Kriegsmeister hatte - doch gab es über ihn schon viele Lieder.

Der Einzug auf das Schlachtfeld des finalen Kampfes selbst wäre in den Augen des Skalden einer Ballade wert. 100 Krieger, Kämpfer und Heiler von Nordmännern, Schotten und Kelten, gewandet, gerüstet und bewaffnet auf so unterschiedliche Weise sammelten sich nach der Ansprache des Gunriks unter dem Banner der O'Flahertys und zogen auf das Feld. Nicht in Reih und Glied, nicht geordnet, sondern so wie sie auch kämpften, als wilder, tödlicher Haufen. Unter den Tönen von Trommeln und Sackpfeife zogen sie in die Arena des Schlachtfeldes, umringt von allen anderen bereits aufgelaufenen Kriegern der Lager. Und dann erscholl mehrmals laut der Ruf „Ehre den Stämmen“ aus tausenden Kehlen, aus den Truppen des Roten und des Blauen Lagers. Und auch die Krieger aus dem Grauen Lager, die den stattlichen Sold von zwei Goldmünzen für jeden Recken der Stämme in dieser Schlacht ausgelobt hatten, fielen in den Ruf ein, ließen ihn erschallen auf dass all ihre Feinde vor ihren Verbündeten zittern mochten. Krieger in Stahl und Kette gewandet zu beiden Seiten der Stämmler erhoben ihre Waffen zum Gruße und ihre Rufe wurden von den Stämmen entsprechend aus 100 Mündern erwidert. Und immer wieder der Ruf „Met - Für die Stämme! Sieg - Für den Clan!“.
Es war erhebend in diesem Moment als Rauriker das Schlachtfeld zu betreten - als jemand von der gleichen Sippe, aus der auch der Kriegsmeister Raskell stammte!

Grimmar tat in der finalen Schlacht sein Bestes den Göttern zu gefallen, doch waren viele voran gegangene Schlachten ehrenvoller für ihn gewesen. Besonders nach dem Sturm, den Raskell auf die versprengten Truppen des Goldenen Lagers befohlen hatte, die von den Stämmen vom Feld gefegt wurden, war es Grimmar schwer gefallen auf den Beinen zu bleiben. Er stand einem erscheinenden Golem im Weg und die Götter waren mit ihm - denn anstatt ihn gezielt in den Rücken zu schlagen, wurde Grimmar nur zur Seite geschoben. Genug jedoch, damit die Morgensternwunde vom Vormittag wieder aufbrach.
Wüssten es mehr, so würden böse Zungen behaupten, dass es an dem fehlenden Schlaf der vorangegangenen Nach gelegen habe.

Doch gab es viele Rauriker, die in dieser Schlacht dem Verlangen der Götter genüge taten und ihnen auch auf diesem Feld Ehre zollten. Rokulf der Smertullospriester, Volkward und Walram, Fehild und Askan der Holzfäller. Oh sie waren wunderschön und zugleich schrecklich anzusehen auf dem Feld. Ihre Speere waren wie Krallen und Klauen der Krafttiere ihrer Sippen und ihre Schilde wie die Haut der Eiche und der Fels der Berge. Auch wenn sie am Ende der Schlacht aus vielen Wunden Blut verloren hatten, standen sie aufrecht vor den Göttern und hatten Lebensfäden durchtrennt.
In Volkward war der Funke Teutates aufgegangen und nach dem Ende der Schlacht wäre er um ein Haar noch losgezogen erneut zu kämpfen - gegen jeden, der sich ihm hätte stellen wollen. Grimmar musste ehrlich zugeben, das er Raskels Einschätzung teilte - für Volkward war es an der Zeit ein Rango zu werden, denn er hatte es verdient. Mag es der fremde Ort gewesen sein, das Gefühl, das über dem Schlachtfeld lag oder eine besondere Beachtung durch die Götter - doch so hatte Grimmar den jungen Halvor noch nie zuvor kämpfen sehen. Und das was ihm an Erfahrung und Weitsicht fehlte, machte er durch Wildheit und Zorn wett.
Doch auch die Anderen - allem voran Askan, der bis vor Kurzem Bäume in den Wäldern der Heimat fällte - kämpften und stritten, dass ihr Kriegsmeister und die Götter stolz auf sie seien konnte.
Nun, bei Askan mag auch die geweihte Axt ihren Teil beigetragen haben, sprach doch Dala noch kurz vor der Schlacht ihren Segen darauf. Und obwohl dies zum Fällen einer Eisenkiefer dienen sollte, leistete sie Askan gute Dienste in dem Kampfe.

Grimmar kam ein Lächeln ins Gesicht, denn er musste an zwei Sachen denken: zunächst hatten die Rauriker auf dem Felde so fern der Heimat auf einander acht gegeben. Die erste Schlacht, in die der Skalde als höchster Krieger den Swajut in Vertretung für Raskel führte, endete damit, dass jeder Rauriker mehr oder weniger für sich allein stritt. Nach mahnenden Worten des Gunriks und Grimmars in der Stammesjurte änderte sich dies aber - Brüder gaben auf Brüder und Schwestern auf Schwestern acht - Keiner fiel und Keiner wurde zurück gelassen. Es hatte funktioniert.
Und der zweite Grund war, dass Fehild nicht nur in der Schlacht, sondern auch auf andere weiße gesegnet wurde.

Eine durchzechte Nacht mit der Druidin Dala und Tyra brachte Fehild anscheinend einen Ehemann ein. Sie zogen in den „Durstigen Dolch“, eine Freibeuter-Kneipe unterhalten vom Blauen Lager, zu einer sogenannten „Piratess Night“ - einem Abend an dem nur dem Weibsvolk Einlass gewährt wurde. Am nächsten Morgen sah man dann zwar ihre zwei Begleiterinnen, aber Fehild lange nicht.
Und als sie dann mit dem reuhigen Blick, den jeder Zecher kennt, aus dem Zelt trat hatte sie zu verkünden, dass sie beim Swajut hohe Schulden machen müsse und, dass sie scheinbar heiraten werde.
Wie genau es dazu kam, dass müsse Fehild ihm noch einmal in ruhiger Stunde erzählen. Aber dass es dazu kam, dass konnte der Swajut und das ganze Dorf der Stämme sehen.
Kurz vor dem großen Gelage am Vorabend der finalen Schlacht, bat Dala alle Rauriker vor den geschmückten Hochzeitsaltar inmitten des Dorfes. Und dort standen sie dann - Fehild und ein stattlicher Recke aus der Sippe der Cu Challain in seinem Kilt.
Auch wenn Grimmar der Verbindung und dem heiligen Ritual so fern der Heimat eher ablehnend gegenüberstand, so musste er beim Blick in die Augen des jungen Paares nach der Zeremonie doch die besten Glückwünsche übergeben und den höchsten Göttersegen erbitten.

Unbewusst lange Grimmar sich an den Hals um ein schweres Amulett zurecht zu rücken, das nicht mehr dort war. Schwer wog die Bürde seines Amtszeichens, denn Grimmar wurde zu einem der Diplomaten des Dorfes der Stämme ernannt. Mag es der Wunsch gewesen sein, seinem Gunrik zu gefallen, oder die Möglichkeit Zeit mit der Druidin Lucia aus Eilean'Úr zu verbringen, die mit Eskar und einem Kontingent Erathianern in die Drachenlande gezogen war - jedenfalls wählte das Thing des Dorfes Grimmar zum Diplomaten. Nunja, stellvertretend für den ehrenwerten Argail MacFarley, der den Titel erster Diplomat trug.
Auch wenn es sehr anstrengend war, so genoss es Grimmar dennoch unter hochgestellten und illustren Personen zu wandeln, mit Aufträgen für Verhandlungen und im Gespräch. Und war es nicht auch ein solcher Auftrag, der ihn geradewegs in die Arme der Druidin Lucia und somit in eine lange Nacht am Tisch einer Taverne führte. Askan gesellte sich noch dazu und der Abend endete erst weit nach Sonnenaufgang mit dem verstörten Gesicht des Gunriks, als er seines Skalden, der ehrenwerten Druidin aus Eilan'Úr und Askan beim späten Morgenmahl angesichtig wurde.
In der hohen Kunst der Diplomatie und in Sachen Geschäftsabschlüsse konnte Grimmar noch das ein oder andere von Argail lernen, dessen Stamm eine gewisse Ähnlichkeit zu den Thalisiern aufwies, dabei aber viel zivilisierter war - so benutzten sie zum Beispiel diese langen Feuerstöcke und ihr Gewand schien immer sauber zu sein.
Und zudem wurde Grimmar auch viel vom Geisterseher Bron Boro begleitet.

Ach, Bron Boro. Die Drachenlande schienen dem Schamanen nicht wirklich gut zu tun. Irgendetwas an dem Land, an den Geistern dort oder der Stimmung schien ihm den Verstand zu rauben, seine Sinne zu verwirren. Was war er froh wieder an Bord des Schiffes steigen zu dürfen, dass sie zurück in die Heimat brachte.
Grimmar hoffte inständig, dass es ihm bald besser gehen würde, wenn er wieder daheim wäre.

Die Inseln begannen am Horizont zu verschwinden und Grimmar frönte dem Brauch der Ahnen sich ein Rauchkraut entzündend. Die Überlegung, welche Geschichte geeignet wäre für die Tavernen seiner Heimat, ließ ihn unruhig werden - bis er die Idee hatte.
Er würde die Geschichte von Misstrauen und Voreiligkeit erzählen, die davon handelte, dass die Götter gerecht seien.

Austrfjarar - diesen Namen müsse er sich merken, wenn er die Geschichte erzählte. Und auch die Summe von zwei Silber gegenüber der von zwei Gold.
Naja, es wäre keine Geschichte die erheitert oder zotig ist, aber sie würde die Götter ehren und den Hörern ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Ja, diese Geschichte wäre gut.
Und während Grimmar zufrieden sein Rauchkraut dem Element des Wassers übergab flog die Türe zu den Kabinen der Rauriker auf und schnellen Schrittes - hörbar würgend - kam eine in einen Mantel gehüllte Gestalt in Richtung der Reling gerannt.
Grimmar konnte das Gesicht nicht erkennen, aber lachend dachte er bei sich, dass ER sich jetzt ein Frühstück holen werde - die Möwen bekamen ja auch gerade zu Essen...
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