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So 5 März - 23:45 von Raskell
Die aktuelle Kampganen-Karte ist nun auf der Homepage drauf.
Dieses Mal inklusive unserer Allianzen.




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 Hag WIDUKIN, Midsommermond im Jahr 15

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Raskell
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BeitragThema: Hag WIDUKIN, Midsommermond im Jahr 15   Di 23 Jun - 1:59

Hag GRÜNFANG

--> ROHSTOFF-FUND:
Mit freudiger Kunde trat jüngst ein Holzfäller der Grünfänge vor sein Clansoberhaupt: Der Mann konnte berichten, dass er an den nordwestlichen Ufern der Bernsteinseen einen kleinen Hain der seltenen Eisentannen entdeckt hatte! Das Holz dieser Bäume ist hart und widerstadnsdähig und dennoch von erstaunlicher Biegsamkeit - bestens geeignet gleichwohl für Bögen und Pfeile als auch  für Schilde und Speere. Man mukelt, ob dieser frohen Kunde ließ sich sogar der ansonsten so grimmig dreinblickende Ragin zu einem schiefen Lächeln hinreissen.....


Hag GRIMMZAHN

--> Orks in den Grenzlanden:
Durch den nördlichen Grenzwald Hag Grimmzahns  soll seit einer ganzen Weile eine Orkhorde streifen und sein Unwesen treiben. Bislang fielen den Orken aber nur einige wenige unvorsichtige Holzfäller und Köhler zum Opfer. Indes, die Rotte soll laut Augenzeugen an die 50 Krieger zählen. Wer die Horde anführt, ist noch unbekannt.


Hag NEBELWOLF

--> Räuberbande:
Ebenfalls mit einer marodierenden Meute sieht sich Sarolf Nebelwolf konfrontiert, indes offenbar nicht orkischer Herkunft:  An der Nordwestgrenze, im Grenzgebiet zu Eléan Ur,  soll ein rund 30-köpfiger , Trupp umherstreifen, größtenteils beritten. Dabei kam es bereits zu einem Scharmützel mit einer Grenzpatrouille der Nebelwölfe, die dabei ein Dutzend Mann verlor. Gerüchten zufolge führte der Trupp ein gelb-schwarzes Banner zu Felde.


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Rigani
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BeitragThema: Re: Hag WIDUKIN, Midsommermond im Jahr 15   Fr 26 Jun - 22:25

Keita stand schon seit einiger Zeit vor der großen Karte Hag Rauriks und dachte nach.

Vor kurzem kam ein Bote zu ihr und hatte ihr über die Orkhorde an der Nordgrenze ihres Landes berichtet und auch von den anderen Vorfällen in Hag Widukin war ihr zu Ohren gekommen. 
Sarulf sollte mit der kleinen Räuberbande in seinem Land gut fertig werden und Ragin der Glückspilz...verärgert zogen sich ihre Brauen zusammen. Sie wüsste genau, was SIE mit einem solchen Fund machen würde...im Geiste füllte sich die Waffenkammer mit neuen wundervollen Waffen...aber sie hatte ja auch Glück. 

Orks...der dreckige Abschaum der Welt in ihren Wäldern! Immer noch mit zusammengezogenen Brauen stahl sich ein grimmiges Lächeln auf ihre Lippen.
Sie hatte schon immer einen besonderen Hass auf Orks, bedachte man ihre Vorgeschichte verstand man auch wieso. Seit sie geschickt genug im Umgang mit Waffen war, verpasste sie keine Gelegenheit die Grünhäute zu jagen und zu töten.

Laut rief sie nun, dass die Anführer ihrer Tarneinheiten erscheinen sollten. Es würde nicht lange dauern. Diese Krieger waren die Besten wenn es darum ging, den Wald zu ihrem Vorteil zu nutzen und sich dem Feind ungesehen zu nähern und zu zermürben. 


Um die Zeit zu nutzen, bis die Krieger eintreffen würden diktierte sie folgende Zeilen an Ragin Grünfang während man ihr ihre Rüstung anlegte.


An Ragin Grünfang, erster Guiskard der Grünfänge und Hagrik der Widukin,

ich gehe davon aus, dass du von der Orktruppe die im Norden meines Landes umherzieht schon gehört hast. Ich gedenke, sie zunächst durch kleine gezielte Angriffe zu zermürben und sie dann im offenen Kampf endgültig zu zerschmettern. Dabei werde ich sie gezielt nach Süd-West in deine Richtung treiben. Ich gehe davon aus, dass wir keine Hilfe benötigen werden, jedoch bitte ich dich darum, deine Grenzposten zu informieren die Augen offen zu halten, sollte uns doch einer entkommen.

Nebenbei, Glückwunsch zu deinem Fund, ich würde mich freuen demnächst mit dir über das Holz für einen neuen Bogen zu verhandeln!

Grüße,

Keita Grimmzahn, erste Guiskarda der Grimmzahn



Als Keita fertig gerüstet und die Nachricht an Ragin gesiegelt und an einem besonders schnellen Falken gebunden worden war erschienen auch schon die Anführer der Tarneinheiten.
Keita musste ihnen nicht erst sagen, was zu tun war. „Wir gehen Orks jagen.“ sagte sie nur und lies den Falken fliegen. In weniger als einer Stunde würden ihre Krieger und Kriegerinnen bereit sein und dann würden sie aufbrechen.
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Bron Boro
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BeitragThema: Re: Hag WIDUKIN, Midsommermond im Jahr 15   Sa 4 Jul - 14:23

Aswin, der Herr von Albamark, hob sein silberverziertes Trinkhorn und nahm einen kleinen Schluck. "Du kannst nicht ganz Hag Raurik retten, Ragin. Verteidigen wir unser Land, verwenden wir, was wir zur Verfügung haben dazu. Sieh: Seit Einars Hilfegesuch ziehen unsere Jungspunde nördlich von Hag Blankard umher und beschäftigen die Orks dort und nun fallen die Schlammfresser in unser Gebiet ein. Und nun greifen uns noch Banditen aus dem Norden an."
Ragin schwieg für einen Moment und strich bedächtig mit dem Daumen entlang des Randes seines geschnitzten Holzbechers.

"Die Banditen greifen auch Hag Blankard an." Sagte er schließlich. Und die Orks kümmern sich nicht um die Grenzen unserer Sippengebiete. Aber du hast recht. Ich habe den Blankardern die Orks vom Hals gehalten, damit Einar seine Truppen ausheben kann und nun gehen sich diese Truppen gegenseitig an die Gurgel. Ich habe aber schon Boten ausgeschickt, sie sollen unsere Freiwilligen im Norden Hag Blankards zusammensuchen und in Richtung Hag Grimmzahn ziehen. Dort werden sie den Orks in den Rücken fallen und dafür sorgen, dass keiner sich in die Berge zurückzieht, sobald Keita sie in der Schlacht stellt.
Wir werden einen Fluchtweg nach Osten offen lassen. Wenn die Orks sich wieder in Hag Blankard zeigen, können die Schaff... hirten ihre überschüssige Kraft an denen auslassen und brauchen sich nicht mehr die eigenen Köpfe einzubeulen."

Aswin zuckte mit den Schultern. "Und du glaubst, dass Keita die Orks zu den Blankardern entkommen lässt?" Sein Ton machte deutlich, was er von diesem Gedanken hielt. "Nicht wirklich." gab Ragin seufzend zu. "Aber keiner meiner Schlachtpläne hat je den Erstkontakt mit dem hitzigen Gemüt einer Grimmzahn-Guiskarda überlebt und du weißt, wie sehr ich alte Traditionen liebe." Aswin lachte und auch auf Ragins Gesicht stahl sich ein Lächeln.

"Und trotzdem", fügte er hinzu und breitete die Arme aus, "sind wir noch hier!" Er nahm einen Schluck aus seinem Becher. "Und für die Sachsen habe ich mir auch schon etwas ausgedacht. Wenn Sarolf meinem Plan folgt, werden wir da eine Menge Spaß haben."
Aswin warf die Stirn in Falten. "Du willst, dass die Nebelwölfe sie ins Inland locken, schickst ihnen unsere Truppen in den Rücken, damit Ihnen der Fluchtweg abgeschnitten wird und zerquetschst sie zwischen Grünfängen und Nebelwölfen." Ragin sah enttäuscht aus. "Ja." knurrte er dann einsilbig. "Ich weiß, wie sehr du alte Traditionen liebst." meinte Aswin fröhlich. "Aber es gibt noch mehr!" entgegnete Ragin, wie zur Verteidigung. Aswin angelte sich einige Waldbeeren aus einer Holzschüssel. "Ich höre?"

Ragin stand auf und ging zu der Pferdehaut, die zwischen zwei Pfosten seitlich neben dem Tisch aufgespannt war. Auf der roh gegerbten Haut waren die Umrisse Hag Rauriks aufgezeichnet, dazwischen Linien, die die Sippen- und Klansgebiete voneinander trennten.
"Dreißig Reiter" rief er und deutete vage in Richtung des Teils der Karte, der den Norden des Sippengebiets der Nebelwölfe markierte, "fallen nicht einfach vom Himmel. Zumindest ist mir nicht bekannt, dass sie auf geflügelten Rössern reiten. Und ich denke, du hättest es mitbekommen, wenn sie aus dem Sternensee gekrochen wären." Aswin nickte und Ragin fuhr fort: "Also sind sie entweder aus dem Nebelmeer gestiegen - unwahrscheinlich. Oder aus Eilean Úr rüber geschwappt. Auch nicht besonders wahrscheinlich, zumindest habe ich nichts von dort gehört, was darauf schließen lässt, dass die Probleme mit den Germanen hätten. 
Kurz: Ich will wissen, wo die Burschen herkommen. Sie brauchen ein Lager, vermutlich sogar einen Versorgungstross. Während die Nebelwölfe sie weiter nach Süden locken, werden meine Fährtenleser herausfinden, wo sie hergekommen sind.
Ich werde einen Boten nach Eilean Úr schicken, die sollen aufpassen, das nichts über ihre Grenze rutscht. Wir suchen und finden das Lager der Sachsen, plündern es und dann werden wir die Reiter einkesseln: Sarolfs Truppen, so er meinem Plan zustimmt, von Süden und Westen, die zurückkehrenden Späher von Norden und deine Markgarda von Osten." Ragins Hände beschrieben die Truppenbewegungen auf der Karte. Dann drehte er sich wieder dem Tisch zu. 
"Ich will die Sachsen lebend, Aswin, wenigstens ihren Anführer. Und natürlich so viele ihrer Pferde, wie wir fangen können, die sind auf jeden Fall zu wertvoll, um sie uns entgehen zu lassen." Er lehnte sich vor und stützte sich, die Hände zu Fäusten geballt, auf die Tischplatte. "Und dann möchte ich mit dem Anführer der Sachsenräuber ein lange und ausführliches Gespräch führen."

Aswin leckte sich den Saft der Waldbeeren von den Fingern und wischte die Hand an seinem Hosenbein trocken. "Kein schlechter Plan, er hat nur zwei, vielleicht sogar drei Schwächen. Erstsens baust du darauf, dass ich und Sarolf Nebelwolf mitspielen. Zweitens glaubst du, dass sich die Sachsen gefangen nehmen lassen, statt bis zum bitteren Ende zu kämpfen. Und schließlich glaubst du, dass mit ihrem Anführer zu sprechen ist." Ragin zuckte mit den Schultern. "Du willst deine Truppen nicht zur Verfügung stellen?" Aswin winkte ab. "Natürlich kannst du auf mich zählen. Ich werde weder dich noch Sarolf im Stich lassen." "Und glaubst du, Sarolf wird nicht mitspielen?" "Das ist schon schwieriger. Die Sachsen werden die Felder zertrampeln und die Dörfer niederbrennen auf ihrem Weg nach Süden." Ragin setzte sich wieder. "Vielleicht, vielleicht auch nicht, aber die Informationen, die wir gewinnen können, werden uns allen mehr nutzen und wenn wir Erfolg haben, bekommt er dreißig Pferde für seine Ställe. Er ist klug genug, um zu erkennen, was wir gewinnen können." Aswin nickte zustimmend. "Gut, bleibt noch die Unberechenbarkeit der Sachsen." "Die Sachsen sind nicht so anders als wir. Sie sind keine Orks. Sie sind auch keine Kelten, aber immerhin verständig genug. Sie werden ihr Leben nicht wegwerfen, wenn sie sich von einer überlegenen Streitmacht umzingelt sehen. Nicht, wenn sie nicht ihre Heimat und ihre Familien verteidigen und das tun sie hier nicht. Sie haben eine Sprache, die aus mehr als Grunzlauten besteht und sie beten zu Göttern, die ich respektieren kann. Wir kämpfen gegen sie, wir töten sie auch, wenn nötig, aber wir dürfen sie nicht mit den Schlammgesichtern oder den Wendools verwechseln. Oder den Lakaien der Arach Fey. " "Gut, Ragin, ich stimme deinem Plan zu, wenn du Sarolf überzeugen kannst."

Ragin lehnte sich zurück. "Du bekommst für die Markgarda übrigens neue Speere aus Eisenholz. Und die Vargarda statte ich mit neuen Bögen aus." "Großzügig!" entgegnete Aswin anerkennend. "Und es gibt noch ein paar... Bekundungen meiner Wertschätzung an einige ausgewählte Leute." Ragin lächelte. "Komm." Er stand auf und Aswin folgte ihm aus der Halle.
Im großen Hof von Albamark stand ein Fuhrwerk und darüber eine Plane aus gewachstem Leinen. Auf Ragins Zeichen eilten zwei Krieger hervor und zogen sie von dem Wagen herunter. "Schilde." sprach Aswin das offensichtliche aus. 

Ragin nickte und griff nach einem der Schilde. Er war auf traditionelle keltische Art bemalt. Die verwirrenden Linien bildeten Spiralen und Knoten, die sich auf wundersame Weise zu einem Bild zusammenfügten: Eine Wolfspfote. Die scharfen spitzen bildete jeweils ein Dreiecksknoten, jede Zehe eine umrandete Triskele, die Pfote eine verschlungene Baumkrone.
"Dies ist deiner, Aswin." Verkündete er stolz. Aswin betrachtete den Schild ehrfurchtsvoll.
Dann besah er sich die anderen Schilde, die dort sorgfältig aufgereiht standen. Die meisten Motive zeigten Wölfe, offenbar für Ragins Offiziere und die Guiskards der Widukin gedacht. Dann fiel sein Blick auf einen Schild, der aus der Menge hervor stach. Ein Adler, der auf eine Krähe herab stieß. Er wandte einen fragenden Blick zu Ragin. Wieder stahl sich ein seltsam bedrohliches Lächeln auf die Lippen des Hagriks der Widukin. "Für Ekwin Ahrenklinge." Aswin sah ihn erst verständnislos an, dann stieß er einen gotteslästerlichen Fluch aus. "Ist dir was auf den Kopf gefallen? Warum, bei Borgrimms fauligem Atem, willst du Ekwin Ahrenklinge so ein wertvolles Geschenk machen? Alle werden meinen, dass du ihn bei seiner Rebellion gegen Markward Sturmhüter unterstützt!"
Ragin lächelte noch breiter. "Ist das so? Na, was alle anderen Denken werden, ist denen überlassen." "Markward wird das als Verrat empfinden!" rief Aswin entsetzt. "Und?" Ragins Stimme war bitter. "Wie soll ich es verstehen, wenn er sich als Leittier dieser rückgratlosen Bande von den Helskava wie ein Tanzbär an der Nase durch die Arena führen lässt, zu der diese Kerle unsere Ratshalle degradiert haben? Ich kenne Ekwin, er ist ein tapferer Mann, der sich seinen Beinahmen, Aarenklinge, auf dem Schlachtfeld verdient hat. Er hat vielleicht ein Gesicht, als wäre er ein paar mal zu oft zwischen Ambos und Schmiedehammer geraten, aber er ist nicht dumm und in dieser Sache hat er recht!"
"Er entzweit die Sippe der Sturmhüter! Das kannst du nicht gut heißen!" Ragin atmete tief ein, hielt inne und ließ die Luft wieder entweichen. Dann antwortete er ruhig. "Nein. Die Helskava und die Kurzsichtigkeit derjenigen Guiskards, die nicht mehr darauf hören, was unser Volk will, entzweien die Clans. Man kann einem Mann nicht einfach einen Fremden vor die Nase stellen und sagen: 'Dies ist fortan dein Bruder!' Die Helskava wollten die Trauben ernten, ehe sie reif waren, Markward hat den Kelch entgegen genommen und nun muss er den bitteren Wein schlucken." 
Aswin setzte noch einmal an: "Ragin! Du mischst dich in eine Sache ein, die dich nichts angeht, das ist eine Angelegenheit der Halvor!" "Du hast Recht. Ich mache daraus eine Sache der Rauriker, aller Rauriker. Das ist nur eine symbolische Handlung. Markward wird so oder so Guiskard bleiben. Sein Sieg wird nur nicht so überwältigend sein, einen schalen Beigeschmack haben. Vielleicht öffnet ihm das die Augen. Ich bete dafür. Wenn es sein muss, bete ich sogar zu Nantuswelta."
"Du kannst den Beschluss des Rates nicht rückgängig machen!" Aswin breitete die Arme aus. "Die Helskava sind Teil der Rauriker geworden!" "Nein. Sie sind Teil des Rates geworden, das ist ein Unterschied. Rauriker sind sie erst, wenn die Rauriker sie als Brüder ansehen. Wir sind keine politische Allianz, wir sind eine Familie, ein Stamm. Wir schätzen und vertrauen uns und das muss wachsen. Eine Erpressung ist ein verdammt schlechter Anfang, wenn man Teil einer Familie werden will. Und ich werde jeden Rauriker unterstützen, der sich dieser Bevormundung durch die Guiskards widersetzt."
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Bron Boro
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BeitragThema: Re: Hag WIDUKIN, Midsommermond im Jahr 15   So 4 Okt - 2:03

Fünf Widukin, drei Männer und zwei Frauen, warteten in der Halle, als Ragin eintrat. Alle fünf waren jung, aber tapfer und, das war das wichtigste, absolut zuverlässig. 
Jeder von ihnen trug eine zerschlagene kupferne Halbmaske am Gürtel, was sie als Veteranen der Schlacht auszeichnete, in der die Armee der kupfernen Jagdspinne während des Spinnenkrieges zermalmt worden war. Und jeder trug ein unscheinbares Stück Holz an einer Lederschnur um den Hals: eine Ehrenauszeichnung für die Kämpfer, die sich bei der Schlacht auf dem späteren Hügel der blutigen Pfähle hervorgetan hatten, Splitter aus der Palisade, die kurz darauf niedergerissen worden war. 
Eine der Frauen und zwei der Männer trugen an selbiger Lederschnur einen eisernen Ring, auf dem der Name Grimgard eingraviert war. Sie hatten vor den Toren des freien Hadelspostens bei der ersten Schlacht um Grimgard gegen die Wendools gekämpft und diese Ringe vom Händlerrat geschenkt bekommen. Beide Frauen und der dritte Mann hatten eine Reihe Orkhauer auf Lederschnüre gefädelt und diese ebenfalls an ihre Gürtel gehängt. Sie hatten Ragin auf seinem letzen "Jagdausflug" nach Hag Blankard begleitet und diese Orks selbst erschlagen. Jeder der Widukin trug drei Bärenzähne.


"Ich will euch nicht warten lassen. Nicht länger als nötig." verkündete Ragin schnörkellos. Er reichte dem ersten der Männer eine Schriftrolle. "Ich schicke dich in die Mittellande in das Land Falkensteyn. Alt-Falkensteyn, wenn man so will. Bring das zu unseren Brüdern, die dort in der alten Zwergenbinge leben."

Er wandte sich an den zweiten Mann und drückte auch diesem ein zusammengerolltes und versiegeltes Schreiben in die Hand. "Für dich habe ich die vermutlich schwierigste Aufgabe. Bring das in das nach Ferron Raurik weit jenseits des Meeres." Mit einer kurzen Geste bedeutete er der ersten Frau, dass nun sie gemeint war: "Du wirst ihn begleiten. Es ist ein weiter Weg. Die Botschaft ist wichtig und muss um jeden Preis ankommen."

Ein drittes Schreiben wechselte den Besitzer. Ragin sah der zweiten Frau mit ernstem Blick in die Augen. "Das ist für die Waldelfen, die nördlich von hier leben. Ich weiß, dass ich viel von dir verlange, denn sie sind verschlossen und abweisend, doch ich vertraue darauf, dass du sie überzeugen kannst, uns wenigstens Gehör zu schenken."

Er wandte sich an den dritten Mann. "Für dich brauche ich kein Schreiben, sie könnten damit ohnehin nichts anfangen. Ich schicke dich zum Gremfulk. Finde ihre Lagerstätte und bring ihren Guiskard dazu, sich mit mir zu treffen."


Er trat einen Schritt zurück und erfasste jeden der Anwesenden mit einem langen Blick. "Ich bete, dass Smertullus mit euch gehen wird." 

Die fünf Grünfänge nickten und gingen wortlos. Als sie gegangen waren ließ Ragin sich auf seinen Sitz sinken und verschränkte nachdenklich die Finger. So fand Hengist ihn eine Weile später vor.

"Hätten wir mit den Twalibi vorher sprechen sollen?" Ragin seufzte. "Das habe ich mir lange überlegt. Nein. Wir haben nicht die Zeit. Am Ende dieses Mondes werde ich bereit sein." Hengist hob die Schultern und ließ sie wieder sinken. "Gut. Ich werde die Reiter in Bewegung setzen." Ragin nickte. Nachdem sein Gefolgsmann gegangen war, saß er noch lange im Halbdunkel der Halle und starrte gedankenversunken in die Schatten.


Zuletzt von Bron Boro am Di 6 Okt - 10:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Rigani
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BeitragThema: Re: Hag WIDUKIN, Midsommermond im Jahr 15   Di 6 Okt - 8:46

OT: du machst mich fertig... @_@ das wird ja mal wieder ein echt spannungsgeladenes Ratsspiel....^^
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Bron Boro
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BeitragThema: Re: Hag WIDUKIN, Midsommermond im Jahr 15   Di 13 Okt - 22:55

Warjak und Skalmfast trotteten eher gelangweilt den Pfad entlang. Ihre Zeit als Späher in Hag Nantwiga war dem Ende zugegangen und für sie eher ereignislos gewesen. Nun hatte der Hagrik der Widukin sie zurückgerufen und vermutlich würde er den beiden wieder irgend eine langweilige und ruhmlose Aufgabe zugedacht. Zugegeben: Dass sie weder die Wendools noch das Bärenmonster, das nun in der Region der Natternbisssippe sein Unwesen trieb, hatten entdecken können, war auch nicht gerade ein Grund zur Belobigung.

Sie erreichten ihren Zielpunkt, einen vergleichsweise großen und steilen Hügel, der abseits des großen Waldes, nahe dem Gebiet der Nebelwölfe. Das Land war hier zwar nicht baumlos, doch fernab des wirklich dichten Waldes hatte man von dem Hügel aus vermutlich einen recht guten Überblick. Als sie näher kamen, erkannte Skalmfast erstaunt, dass sich nun eine Palisade wie eine Krone aus angespitzten Baumstämmen auf dem Haupt des Hügels saß. Er hörte die markanten Geräusche von Hämmern, Sägen und Beilen.
Die beiden beschleunigten ihre Schritte und derweil sich die Entfernung immer weiter verringerte, konnten sie schließlich das rege Treiben auch erkennen.

Am Fuß des Hügels angekommen, wurden sie von einer rauen Stimme begrüßt und sie sahen einen alten Graubart zwischen der unfertigen Palisade auf sie herab schauen. "Ihr müsst Warfast und Skalmjak sein! Kommt herauf!" Warjak schüttelte den Kopf. "Nein, nein! Ich bin Warjak und das ist mein Bruder Skalmfast!" "Sag ich doch: Fer..." "WARjak und SKALMfast!" "Ach, ist ja auch egal. Schleppt eure müden Ärsche hier rauf, wir brauchen jede Hand!" Eine Strickleiter entrollte sich den steilen Hang hinab.

Die beiden kletterten behände hinauf und sahen sich kurz darauf dem ergrauten Grünfangkrieger gegenüber. "Also. Wir bauen hier eine Aussichtsplattform, wenn man so will. Ihr könnt es auch eine Festung nennen. Kümmert mich nicht. Scheiße stinkt, egal wie man sie nennt. Jedenfalls hat dieser Hügel Palisaden, keinen Zugang und Ragin Grünfang will hier auch Bal... Bal... Speerschleudern aufbauen." Warjak und Skalmfast sahen sich an. "Das... das klingt nicht unbedingt nach unserer Art, Krieg zu führen." murmelte Warjak schließlich etwas kleinlaut. "Verdammt richtig, ist es auch nicht!" schnaubte ihr Gegenüber. "Aber Ragin will hier einen befestigten Wachturm haben und wir bauen einen. Also schnappt euch Stricke und geht da rüber, zu den Kerlen, die da hinten ziehen, zerren und schwitzen. Die Baumstämme da unten kommen nicht von alleine hier heraufspaziert!"
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