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 Von dunklen Göttern und ihren Namen

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Grimmar
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BeitragThema: Von dunklen Göttern und ihren Namen   Do 27 Feb - 23:30

Er war heimgekehrt, endlich zurück in Hag Raurik, bei seinen Brüdern und Schwestern im Swajut des Schwans. Gunrika Swantje hatte Rodewin, den alten Blankarder Veteranen, und seine 20 Krieger freudig im Lager begrüßt – im Krieg gegen die Spinne, schien er auch fast geschlagen, konnte sie jeden der ihren wieder in ihrem Swajut brauchen. Sie waren aufgebrochen vor drei Monden um in den Mittellanden Sold für die ihren zu verdienen, die im Kriegsdienst in den eigenen Landen ohne Auskunft waren.


Und gerade war Rodewin dabei, von den dunklen Kriegern zu erzählen, die er und die seinen in fernen Landen bekämpft hatten, als sich durch den Eingang der Jurte die weiße Eule Hagens schwang und mit mahnendem Blick neben seinem Humpen landete. Es wurde still und die Gespräche verstummten, die Augen auf Rodewin gerichtet. Jeder wusste, was das bedeutete. Der Druide des Swajuts hatte mit ihm zu reden. Er nahm noch einen tiefen Schluck, seine Kehle befeuchtend und ging auf Hagens Zelt zu, vor dem ein Kohlebecken brannte.


Jeder im Swajut Swantjes achtete den Mann, dessen Bewegungen und Verstand sein Alter und sein weißes Haar Lügen strafte. Er war ein Göttersprecher, einer derjenigen aus dem geheimen Zirkel Hag Rauriks, und doch war er von Nantusvelta, der Göttin seiner lange verlassenen Heimat, besonders geküsst, denn er besaß die Gabe der Weißsicht. Und obwohl er damit dem ein oder anderen Krieger des Swajuts schon das Leben gerettet hatte, herrschte deswegen immer noch Argwohn und Misstrauen ihm gegenüber. Rodewin versuchte sich dessen nichts anmerken zu lassen, als er vor dem Zelt stand, schließlich war er ein Orkentrutzer.


„Tritt ein Rodewin,“ sprach der Druide, noch bevor der Krieger die Zeltplane fassen konnte. Er schluckte und trat in das Zwielicht des Zelts ein. Hagen saß hinter einem kleinem Feuer, in das er getrocknete Blüten und Harze warf, worauf eine duftende Wolke das Feuer verließ. Der Druide bedeutete dem stattlichen Krieger sich zu setzen, was der Blankarder auch tat.


„Du warst dabei von deinen Heldentaten zu erzählen, Rodewin?“
„Ay, Druide. Ich habe erzählt, wen unserer Feinde wir zu ihren Göttern geschickt haben,“ sprach Rodewin, lachte und fuhr sich über die alte Narbe, die seine rechte Wange zierte.


„Weißt du von welchen Göttern du da so leichtfertig sprichst? Wessen Namen du nennen wolltest?“
„Ich... äh... ich wollte keine Namen nennen...“, wurde Rodewin in seiner Ausführung leiser, während er in die wissenden Augen Hagens blickte. Verdammt seien Gespräche mit einem Weißsichtigen, der deine Worte kennt, bevor du sie sprichst, dachte sich Rodewin.


Mit leiser und fester Stimme begann Hagen: „Dunkel und verdammt sind die Vier, gegen deren Krieger ihr gekämpft habt. Böse und Verflucht ihre Taten...“.


„Aber,“ unterbrach ihn Rodewin, „es sind doch nur Götter, wie die vieler Völker, unseren unterlegen – denn Teutates schützt seine Krieger!“ Um dies zu unterstreichen schlug er gegen seine gerüstete Brust. „Egal wie sie heißen mögen, meine Götter sind bei mir – was soll es schon machen, wenn ich da ihre Namen sagen, etwa den von Khorrr...“.


Rodewins Stimme versagte. Er fasste sich an die Kehle, die wie zugeschnürt war, und sah Hagen ungläubig an. Dieser hatte die rechte Hand gehoben und sah Rodewin tief in seine Augen, etwas das jeder Krieger aus dem Swajut zu tiefst hasste. Hagens graue, fast weißen Augen vermittelten stets etwas von Ewigkeit und zu leicht konnte man bei einem solchen Blick die Seele darin verlieren.


„Ein mächtiger Krieger magst du sein Rodewin, aber du bist ein Dummkopf, wenn du glaubst etwas über die Götter und ihre Feinde zu wissen. Höre dies – unsere Götter sind stark, ja. Und sie schützen die Ihren, egal, was sie tun, solange sie ehrenhaft sind. Aber die Namen der dunklen Vier zu sprechen bringt Unheil – denn das IST unehrenhaft – und gefährlich.
Magst du meiner Weisheit lauschen und lernen und dein vorlautes Blankardermaul halten, wenn ein Druide dir solch Wissen zukommen lässt?“ fragte Hagen scharf.


Der Blankarder rieb sich den Hals und schluckte, während der Druide die Hand herunter nahm. Missmutig grunzte Rodewin einen Laut der Zustimmung, denn Druide hin oder her, Hagen war ihm körperlich unterlegen und er hatte nicht das Recht einen Krieger so anzureden.


„Doch das habe ich – und das weißt du auch, großer Krieger,“ bemerkte Hagen schnippisch, als er einen Trank aus einer Kiste hob und ihn Rodewin gab. „Hier trink das, und dann höre mir zu.“ Hagen setzte sich wieder hinter das Feuer und legte einen Ast nach.


„Was soll...“, wollte Rodewin gerade fragen, als Hagens scharfer Blick erneut seine Worte verstummen lies – nun jedoch auf seinen eigenen Willen hin. Innerlich lachte er. Groß, breitschultrig und mit seinem kahlen Kopf saß er dem Druiden entgegen. Gerüstet in Leder und Stahl, seine Doppelaxt am Rücken verschnürt, blickte er auf Hagens im Vergleich gesehene dünne, ja fast zerbrechliche Gestalt. Der Druide mit seinem weißen Haar war ein Mysterium für den Blankarder: er war nicht groß, er war nicht stark, trank nie Met oder Bier – und dennoch hatte er Macht und Stärke, wie ein mächtiger Krieger aus Rodewins Clan, nur eben auf andere Art und Weise. Und deswegen brachte er Hagen auch Respekt gegenüber – wenn er dies auch nicht immer und jedem zeigte und selbst wenn er hin und wieder versuchte es nicht zu tun. Und so öffnete er eben die Flasche und leerte sie.


„So ist es richtig“, sprach Hagen sanft, „vertraue deinem Druiden.“ Er gönnte sich noch ein Lächeln, bevor er weiter sprach.
„Unsere Götter sind wahrlich stark Rodewin, und uns haben sie als ihr Volk auserkoren. Teutates ist stark in dir und ich spüre seine Kraft. Umso weniger solltest du den Namen des großen Blutdürsters aussprechen.“


Rodewin wollte die Stimme erheben, doch sie versagte ihm. Auch sein Körper gehorchte ihm nicht mehr. Und langsam trieb er in eine dunkle, formlose Welt hinüber in die Hagens Stimme ihn geleitete und in der Hagens Stimme das einzige war, was existierte.


„Namen haben Macht in der Anderswelt. Dein Name ausgesprochen von einem Gott kann deinen Tod bedeuten oder dein Schicksal lenken. Sprich den wahren Namen eines Geistes aus und er kann dir gehorchen, wenn du stark genug bist. Rufe einen Gott bei seinem Namen an und er mag dir seine Gunst und Güte schenken. So ist es mit unseren Göttern. So ist es mit den Göttern vieler Länder und Völker.“


Rodewin versuchte einen Gedanken zu formen in dem grauen Nichts, das ihn umgab, und schon beantwortete ihn Hagen. „Du wolltest ihn nicht anrufen, den Herrn des Schädelthrons? Aber du warst dabei seinen Namen auszusprechen – das genügt, du Narr. Wer das Wesen der Götter des Chaos nicht kennt, sollte nicht über sie reden.
Jeder, der ihren Namen nennt, ruft sie an. Ein Gedanke, ein Flüstern nur, kann ausreichen, damit die Götter des Chaos auf dich aufmerksam werden. Und sie erhören dich nicht nur, sie trennen dich von deinen Göttern. Wenn der Herr des Blutes dich erwählt, so mögen Teutates und der Allvater Cernunos gegen ihn kämpfen, um deine Seele ringen – doch ist es kein offener Kampf, kein Kampf von Ehre, so wie es den Raurikern zu eigen ist. Die vier Niederträchtigen kämpfen verschlagen und sie tuen es so, dass du es nicht merkst.
Es sind Götter des puren Bösen, Götter die all das Verkörpern was uns und unseren keltischen Brüdern, ja allen normal lebenden Menschen zu wider ist. Und dies willst du über dich bringen, nur, weil du den Namen dessen aussprichst?“


Der Nebel um Rodewins Geist nahm Formen an. Nebel, Blut, Schreie. Ein Schlachtfeld zeichnete sich um ihn ab. Männer und Frauen schwangen Waffen und erschlugen einander. Das war es, was Rodewin kannte – das tobende Leben und Sterben einer Schlacht. Hier fühlte er sich als Blankarder zu Hause. Und plötzlich erkannte er sich dort inmitten der Streiter, wie er Feinde mit seiner Axt niederstreckte.


„Sie dich an großer Krieger, denkst du, du kämpfst Teutates gefällig?“ Rodewin vernahm das tiefe Lachen des Druiden. „Natürlich wirkt es so, denn die Wege des Chaos sind verschlagen. Sieh. Sieh Rodewin, was passieren kann, wenn man seinen Namen spricht und er, Khorne, dich erhört!“


Rodewin verstand die Worte nicht. War das, was er dort sah, nicht das was Teutates ihm gewährte? Er erschlug Feinde zu seiner Linken und zu seiner Rechten. Jeder Streich seiner Axt fällte Männer. Er lachte in seinem Rausch über die Wunden, die die Feinde ihm zufügten. Er genoss jeden Tropfen Blut eines Sterbenden, der seine Haut berührte. Dies musste Teutates größter Segen sein, der Berserkerrausch.


Hagens Stimme kam als leises Flüstern zu ihm: „Ja, das könnte er sein, wenn du DEINEN Göttern dienst. Doch rufst du den Namen Khornes unbedacht – oder flüsterst du ihn nur – so kann es dir so ergehen, weil er Teutates zuvor kommt...“.


Rodewin erschrak vor dem, was er sah. Der Krieger, der wie er war, mähte immer noch Gegner nieder, doch jeder Streich riss einen Kopf von einem Hals. Und da, wo er einem Gegner zu nahe kam, biss er ihn in das Gesicht, in die Haut und riss Stücke heraus. Doch anstatt sie auszuspucken, schluckte er das rohe Fleisch. Wo ein verblutender Feind an ihn fiel, trank er das Blut aus dessen Wunden. Mehr und mehr wie ein wildes Tier, denn wie ein Krieger Teutates wütete Rodewin über das Schlachtfeld. Und dann begann es.


Rodewins Geist sah es körperlos an und doch hatte er das Gefühl, dass ihm das Blut in den Adern gefror. Rodewins Körper schlug nicht mehr nur auf seine Feinde ein – seine Axt streckte auch blindwütig Brüder und Schwestern nieder. Egal wessen Schädel zu Boden fiel, Rodewins breites und wahnsinniges Lächeln wurde immer weiter. Und stetig sprach er die Worte murmelnd vor sich hin: „Blut für den Blutgott – Schädel für seinen Thron - Blut für den Blutgott - Schädel für seinen Thron...“.
Aus dem Krieger, den Rodewin gerade eben noch bewundert hatte, war eine blindwütige Mordmaschine geworden, der nicht vor seinen geschworenen Kriegsbrüdern und -schwestern halt machte.


„Siehst du was es bedeutet den Namen eines dunklen Gottes auszusprechen? Siehst du es? Die Namen der vier Götter des Chaos sind alt und böse und jeder selbst ist eine Anrufung des Gottes in der dunklen Sprache. DESWEGEN sollst du sie nicht aussprechen!
Deswegen sollst du ihre Zeichen meiden!
Deswegen sollst du sie fürchten und ihre Anhänger bekämpfen!
Und DESWEGEN sollst du DEINE Götter ehren!“


Hätte es Rodewins Geist vermocht, er wäre auf den Boden gesunken und hätte genickt. Doch Hagens Lektion war vorbei. Langsam entließ er den Blankarder aus seiner Vision zurück in die echte Welt – langsam. Das Schlachtfeld verblasste und es wurde wieder dunkel um Rodewin.


„Rodewin, du bist ein großer Krieger, wahrlich. Und Swantje kann stolz darauf sein, dich in ihrem Swajut zu wissen. Doch höre – Stolz kann dein Untergang sein, wenn es um die Götter des Chaos geht. Spreche ihre Namen nicht aus, nie. Viele Worte umschreiben sie, viele Namen tragen das, wofür sie stehen, und so sollst du sie nennen, wenn du von deinen Feinden sprichst. Doch ihre WAHREN Namen, die meide, denn damit ziehst du ihre Aufmerksamkeit auf dich, damit beschwörst du sie. Und was du zunächst für einen Segen unserer Götter hälst, mag nur die Verschlagenheit des Chaos widerspiegeln, denn ihre Gaben sind denen unserer Götter am Anfang sehr ähnlich.
Teutates gewährt dem Krieger Stärke, doch Khorne lässt ihn zum sinnlosen Schlächter werden. Nantusvelta gewährt die Kraft des Sturms und lässt dich sehen – doch Tzeentch macht dich zu seinem Spielball und verzehrt deinen Körper. Sirona gibt Wildheit – doch Slaanesh pervertiert diese auf unausprechliche Weiße. Und wo Smertullos Kraft und Wiederstand gibt, da verdreht Nurgle sie zu einer Parodie des Lebens und der Natur.
Rodewin, unsere Götter... Nantusvelta schützt und Teutates gibt dem Krieger Kraft und Stärke – nenne IHRE Namen, aber schweig über die Vier und schaue ihre Zeichen nicht.“


Rodewin fasste sich langsam. Er keuchte, er bebte am ganzen Leib – er füllte sich, als hätte er wirklich jene Schlacht geschlagen. Die Umrisse des Feuers und des Zelts begannen sich langsam zu formen. „Aber... aber Hagen, du hast den Namen doch selbst gesagt...“.


„Das? Meinst du wirklich ich würde so leichtfertig sein sie in der echten, in unserer Welt zu nennen? Rodewin, ich bitte dich.“ Hagen lachte. „Und nun sammle dich und verlasse mein Zelt – ich habe Wichtiges zu tun. Und ich glaube, ich habe dich mit einem Humpen Met gesehen.“


Rodewin stand auf, sammelte sich kurz, nickte und wollte gehen. Da nannte Hagen jedoch noch einmal seinen Namen. „Euch Blankardern muss man aber wirklich alles erklären – in meiner Heimat lernen das sogar schon die kleinsten Kinder...“.


Unter Hagens Lachen verließ Rodewin Zähne knirschend das Zelt des Druiden.
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