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 Reise zum Drachenkamm - Die Geschichte von Darion Tracian und Fafnyr dem Geschuppten

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BeitragThema: Reise zum Drachenkamm - Die Geschichte von Darion Tracian und Fafnyr dem Geschuppten   Mi 24 Jul - 18:15

Tag 1. Der Tag danach.
Brummend und verkatert wachte Fafnyr in seinem Zimmer auf, dass er am selbigen Abend beim Wirt noch gemietet hatte als er seine merkwürdigen Speißen und Tränke noch einverleibte, um den Durst und den Hunger zu stillen. Das Bier war schal und die Kost nur bedürftigt. Wie konnten die Menschen hier nur so leben? Und der Raum hier ... war stickig und muffig, eigentlich sollte es ihm hier recht gut gefallen - für einen Halbzwerg unter ehemaligen Diensten des Jarl Alrik, der schlimmeres gewohnt war - aber irgendetwas stimmte hier an der ganzen Situation nicht. Es war jemand hier ... oder er ist wieder verschwunden - nein. Da hörte ich ein leises Geräusch, dass eines Furzes nicht unähnlich und da ein Schmatzen. Zügig packte der Halbzwerg seine Axt und ging auf den Bündel Jurtesäcke am Boden zu. Der Dielenboden knarrte zu seinen Füßen und das Bündel fing an sich zu bewegen. In diesem Moment bereute er  seine Entscheidung schon wieder unter die Decke gesehen zu haben. Die Nase roch schneller als die geübte Reaktion seines Waffenarms reagieren konnte und schon viel er dem Gestank zum Opfer und in Ohnmacht.

Langsam erwachte der Geschuppte aus seinem Dämmerzustand und behielt die Augen noch geschlossen, um in Ruhe nachzudenken, was ihn jetzt da ausgenockt hatte. Die Erinnerungen an den gestrigen Abend kamen wieder, an dem er  mit seinem zukünftigen Söldnergefährten Darion in der Taverne mit Bruna, Brix, Hrothgar und Grimmar und den anderen Maiden war. Der Scibor des Swajuts von Raskell übergab dem Halbzwerg alte Dokumente mit Anzeichen auf ehemaliges oder verborgenes Leben im Drachenkamm, die Informationen, nach denen er gefragt hatte.  Doch bevor er weitergrübeln konnte nach des Rätels Lösung, hörte er eine ihm vertraute männliche Stimme. "Du stinkender Halbzwerg, was steckst du auch deinen Riechkolben überall rein. Selbst Schuld!" In diesem Moment platzte sämtlichen Emotionen aus mir raus und griff den verschlafenen Darion an und es endete in einem Handgemenge. 

In dem Schankraum nahmen dann Darion mit einer Zahnlücke und Fafnyr mit blauem Auge ihr Frühstück ein, dass eher laut dem Wirt ein Mittagessen sein sollte - der Tageszeit und der Art des Mahls zu urteilen. Als der Halbzwerg sein Mahl beendet hatte winkte er den Gastwirt zu sich her und bezahlte für Speiss und Trank. Da der Gasthausbetreiber anstalten machen wollte, die Kupferstücke zu nehmen und wieder zu gehen, hielt ihn Fafnyr am Arm auf den Tisch mit den Münzen zurück. "Hey ... sag mal Wirt ... kannst du mir und meinem Söldnerkumpane sagen, wo man sich rüsten kann für eine Reise in unwegsames Gebirge?" "Warum wollt ihr das wissen mein vereehrter Herr Zwerg?" "Warum würde ich das gerne in Erfahrung bringen? Um eine nette Wanderung bei den Elben in Hag Widukin im Wald zu machen? Und außerdem was geht euch das an? Sagt mir wo wir Proviant und Rüstzeug herbekommen!" Der Gastwirt war etwas erbost über diese unhöfliche Frage, antwortete aber dennoch. " Raus, links und Richtung Marktplatz zur rechten Hand nach etwa 20 Schritten ... " Er räusperte sich. " ... nach 40 Zwergenschritten." und er grinste verlegen dabei. Ohne nach seiner Waffe zu sehen, schnellte dem Halbzwerg die Hand zur Axt, zückte diese und Hieb nach den Fingern des Wirtes, der nur gespenstisch bleich wurde. "Mist, daneben!" murmelte Fafnyr. "Im übrigen Halbzwerg ... und habt Dank für die Information!" Mit einem Grinsen im Gesicht ging Fafnyr raus zur Tür und auch Darion hinterlegte seine Münzen und konnte ebenfalls sich  ein Grinsen nicht verkneifen.

Der Marktplatz war von Menschen überfüllt, da seit kurzem der Handel in Grimgard wieder blühte. Ob es am schönen Wetter lag oder wirklich an der Vermutung, dass die Menschen das Potential von dem kleinen Handelsposten zu schätzen ahnten, vermag keiner genau zu sagen. War damals vor 2 Sonnenumläufen eine heftige Schlacht gegen die Wendools, den Bärenmenschen, ausgetragen worden, so konnte ein Ortsfremder dies nicht mehr erahnen. Die Holzpalisaden dienten scheinbar nur noch zum Schutz vor Banditen und wilden Tieren. Das Zwergenblut in Fafnyrs Adern bevorzugte schon immer das große Stabile. In Gedanken versunken hätte der Geschuppte beinahe den Stand verpasst, wenn Darion keine Beschwerde lauthals eingelegt hätte. Sie kauften sich einige Fackeln, Zündsteine, Seile und an einem anderen Stand Proviant, wie Pökelfleisch, Käse, Brot und Rauchkraut. Fafnyr nahm auch noch die Gelegenheit wahr, um sich selbst seine Axt nochmals beim Schied zu schärfen. Gerüstet und gewappnet verliesen die Gefährten durch das Haupttor Grimgard. Sie fanden noch Hrothgar vor, wie er scheinbar noch sturzbetrunken an der Palisade lehnte, der aber aufschreckte und irgendwas von Stabilliät der Palisade murmelte. Naja, den alten Holzfäller würde er nie wirklich verstehen, aber er hatte wohl seine große Liebe zum Beruf gemacht.


Zuletzt von FafnyrDerGeschuppte am Mi 24 Jul - 18:32 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Reise zum Drachenkamm - Die Geschichte von Darion Tracian und Fafnyr dem Geschuppten   Mi 24 Jul - 18:16

Tag 2: Die Reise beginnt 
Bisher verlief der Beiden Reise recht ereignislos und es schien ein angenehmer Tag zu werden, doch am Himmel zogen schon die ersten Wolken auf und der Wind wurde auch steht etwas stärker. Darion und Fafnyr legten einen, vielleicht auch zwei schnellere Zwergenschritte zu und zeitgleich hielten sie Ausschau nach einem Felsvorsprung oder Ähnlichem. Nach einer kurzen Zeit wurden sie fündig und sammelten Reisig und trockenes Geäst zusammen, um sich während dem Unwetter, dass mittlerweile schnell herannahte, wärmen zu können, gar das wichtigste ihr Pökelfleisch, Käse und Brot über dem Feuer rösten zu können. 

Sobald sie das Mahl verköstigt hatten, was schon für einen normalen Bürger sehr karg galt, zog Darion zur Überraschung des Halbzwergs einen Met aus seinem Reisebeutel hervor. "Hoch, da brat mir einer einen Ork!" freute sich der Geschuppte und Darion verzog angewidert das Gesicht. "Nein, dafür opfere ich mein flüssiges Gold nicht!" Fafnyr runzelte fragend die Stirn ... und entriss dem alten übertölpelten Seebärn den Met, sprach "Auf Wotan!" und nahm einen kräftigen Schluck. Darion schnellte mit seiner Hand aus und dreschte dem Halbzwerg, der mit der Verköstigung beschäftigt war, auf den Hinterkopf und konterte verbal. "Aufs Maul?!" Fafnyr übergab daraufhin die Flasche ihrem Eigentümer wieder mit einem genüsslichem Rülpser zurück und als Darion ansetzen wollte unterbrach er sich selbst. " Was meinst du stinkendes Etwas warum ich die Flasche erworben hab in Grimgard hinter deinem Rücken?" "Damit ich es dem Kind wegnehme!" lachte Fafnyr. "Nein, du Halber, sollte ich dein verrücktes Abenteuer überleben und es heil zurück schaffen, werde ich zu meiner Angebetenden und mein Schiff zurückkehren." Prustend kippte der Halbzwerg nach vorn und entriss ein zweites Mal dem armen Darion seinen Met und brüllte "Auf Darion!" und nahm einen mächtigen Schluck, der die halbe Flasche leerte. Der Lange eroberte leicht erbost sein flüssiges Gold wieder und begutachtete den Schaden und nebenan lies auf die typische Art und Weise der Geschuppte einen entspannten und zu tiefst zufriedenen Rülpser von sich. "Ein echt gutes Stück das du da erworben hast!" zeigte Fafnr dann auf die Flasche. "Ja wenn noch was für mich übrig bleibt könnte ich das auch urteilen."
 
Kurz darauf angelte der Halbzwerg sein geliebtes Rauchkraut aus dem Reiseproviant und zündete seine Pfeife an, die er nach einem Schmauch weitergab. "Auf den treuen Waffengefährten, möge das Glück mit dir sein mit dem verfluchten Weib!" "Und auf dich, du kleiner stinkender Gnom, dass dir deine Versprochene nicht irgendwann weglaufen möge!" "Mir eher nicht als dir." konterte Fafnyr, nahm dankend sein Rauchkraut wieder zurück und streckte sich Rücklinks auf den Boden aus.  Da Darion feststellte, dass es draußen schon in strömen regnete, legte er noch ein paar dicke Scheite nach und verfluchte das Halvoranische Wetter. Er erzählte dabei von seiner Angebeteten und bemerkte gar nicht, dass der Halbzwerg schon auf dem Weg ins Land der Träume war. Darion dachte sich nur kopfschüttelnd, auf was er sich da einlies, gar einen halben Zwerg so unerträglich manchmal zu finden und sich dann freiwillig eine riesige Stadt voll von ganzen Zwergen entgegenzustellen war wahrscheinlich für ihn ein kultureller und seelischer Selbstmord.


Zuletzt von FafnyrDerGeschuppte am Fr 26 Jul - 19:01 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Reise zum Drachenkamm - Die Geschichte von Darion Tracian und Fafnyr dem Geschuppten   Mi 24 Jul - 18:18

Tag 3: Eine schnelle Reise
Die ganze Nacht über stürmte und regnete es und als es aufhörte, dämmerte schon der Morgen an. Regentropfen um Regentropfen rannen an der Kante des Unterschlupfes zu einem großen Wassertropfen entlang, der sich bedrohend immer weiter anschellend vergrößerte, direkt über dem Kopf des Halbzwerges zu einem zwergisch übertriebenen Wasserfall sich über seine Stirn ergoss. "Nein mein Jarl, keine weitere Kriegerprüfung mehr!!" brüllte Fafnyr mit angsterfüllten Augen und die Axt sich schützend vor die Brust hielt. Darion, der mit von dem Gebrüll des Geschuppten wach wurde, griff ebenfalls zu seinem Rabenschnabel, bis er seinen Irrtum erkannt hatte und versuchte den Halbzwerg zu beruhigen.

Da fiel Darion auf, dass einst wo die Reisebeutel befanden, nichts mehr war, außer die Schleifspuren, die zum Ausgang führten. Kniend sah sich der Söldner um und sah an den rauchenden Schwaden des Lagerfeuers vorbei. Immer noch leicht wimmernd murmelte Fafnyr noch etwas von "Kein Tümpel mehr, keine einstürzende  Brücke mehr, bitte!", bis auch er erkannte, dass sein Reiseproviant verschwunden war. "Wo ist mein Gepäck?" knurrte er, war hellwach und wieder der Alte. Beide Krieger verharrten grübelnd in einer kurzen Starre, bis sie den vermeintlichen Dieb ein kleinen Ast umknacken lassen hörten. Ein leises piepsiges Fluchen und ein Kopf im Unterholz, der sich langsam zu ihnen umsah und mit ahnenden ängstlichen Augen dann eilend loslief. Wie Ängste sich auf Körperkräfte auswirken konnten, merkte das scheinbar in Moos gehülte Geschöpf mit spitzen Ohren. Fast mühelos lief es wie in einem Hindernissparcour durch das Unterholz mit beiden Beuteln der Gefährten als Beute. Die aus der Paralyse erwachten Gefährten rannten dem kleinen Waldgeist wie gepanzerte Dampfwalzen durch den Wald hinterher und hinterliesen eine Schneise der Zerstörung. Selbst Borgrimm, der Urerzfeind des Löwen Rauros und er hätten Angst und Bange vor der freigewordenen Gewalt bekommen. Das Gebrüll "Mein Rauchkraut!" "Mein Met!" hörte man vermutlich bis in die Hallen Raurikors noch nachhallen. Diese Hetzjagd sollte noch gar ohne Pause den ganzen Tag über bis tief in die Abendstunden andauern. Es ging Täler  hinab und Hügel hinauf, durch Lichtungen und wieder durch dichtes Gestrüpp, bis sie an einer Felswand ankamen und den Dieb siegessicher schnappen wollte, entfleuchte der Pixi mit einem Fauchen mitsamt der Beute durch ein Loch in der Wand. 

Wild tobend, fluchend und schnaubend hämmerte Fafnyr blindlings auf das Loch ein und schimpfte Worte hinterher, dass einer Hure im Puff "Zur Roten Laterne" in Grimgard  selbst die Wangen rot geworden wären vor Scham. Schlag um Schlag bearbeite der Halbzwerg das vermeintliche Versteck weiter, bis ihn Darion zurückhielt. "Halt ein!" ... "WAS?" schnaubte Fafnyr verächtlich zurück. "Der verflixte Tunichgut entwischt mit dem wundervollen Met und MEINEM Rauchkraut!" "Aber fällt dir nicht auf, dass das Loch viel zu gleichmässig Rund ist? Wie ein Kanonenrohr!" "Jetzt nicht mehr!" grinste der Halbzwerg zurück. "Ja, aber sieh doch, dies scheint eine Art Tunnel zu sein!" "Nein," erwiederte Fafnyr trocken "das ist ein Unratschacht, fast wie bei den Zwergen!" ... "Bei den Zwergen?!" sprachen beide gleichzeitig und sahen sich an. "Das würde ja heißen, wir haben einen 3 Tages Marsch hinter uns gebracht bis zu den Bergen?!" Fafnyr zog die Karte, die im übrigen völlig durchschwitzt war, aus seinem Versteck an  seiner Rüstung und überprüfte die Lage. "Ja wir sind an der Schlucht vorhin vorbei," bestätigte der Halbzwerg "das könnte stimmen!". "Aber wenigstens finden wir zur Not den Weg ohne Mühe zurück!" bemerkte Darion und betrachtete die Schneiße zurück in den Wald. "Dafür  könnten wir ganz schön ärger bekommen, Fafnyr. ... Fafnyr? Fafnyr, wo bist du?" Keine Antwort. Darion rannte auf die Anhöhe los und fand dort angewurzelt und völlig verdattert den Geschuppten vor einem riesigen eisernen Tor mit goldenen Verzierungen stehen.


Zuletzt von FafnyrDerGeschuppte am Mi 24 Jul - 18:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Reise zum Drachenkamm - Die Geschichte von Darion Tracian und Fafnyr dem Geschuppten   Mi 24 Jul - 18:20

Tag 4: Hunger und Durst
Kurz und klamm war die Nacht für die Zwei, die in einer Felsspalte nächtigten und mit um die Wette knurrenden Magen erwachten beide recht früh und beschlossen erst  einmal auf die Jagd zu gehen, um sich zu versorgen, bevor sie das riesige stählerne alte Tor in Angriff nehmen würden. Die Jag verlief auch nicht sonderlich gut, da aus Platzmangelgründen Fafnyr seinen Bogen "Sturmrufer" und seinen Köcher nicht dabei hatte. Mit Buschlaub getarnte knurrende Mägen verweilten beide Krieger, bis ihnen ein Wild über den Weg lief. Durch die ungewollten Geräusche vertrieben die beiden aber ein potentielles Beutetier und die Ungeduld war eine negative Tugend Fafnyrs, der darauf hin mit "Flammenfaust" losstürmte. Für Außenstehnde musste es irrwitzig ausgesehen haben, ein Hirsch von einem Busch verfolgt zu werden, anstatt der Hirsch den Busch zu fressen. Verdutzt hinterherschauend blieb Darion zurück, dass Spektakel vom gestrigen Tage im Unterholz erinnernd vor Augen zu halten. Als der Halbzwerg außerhalb der Sichtweite des alten Seebären Tracian war, platzte Fafnyr endgültig der Geduldsfaden, ob es daran lag, weil er hungerte, der Entzug seines geliebten Rauchkrautes oder gar die Wut im Bauch, im Schlaf bestohlen worden zu sein, weiß bis heute keiner. Vom unbändigen Zorn getrieben schwang der Geschuppte seinen Hammer, der seinen Namen "Flammenfaust" nicht zu Unrecht trägt und warf ihn nach dem Hirsch. Augenblicklich fing der Hammerkopf im Flug Feuer und traf das Wild mit voller Wucht und zermalmte ihn. Darin kam schnaufend und leider zu spät an und erschrak zuerst vom Ergebnis der Jagd und war dann empört, wie er das jetzt essen soll. Murmelnd meinte er nur zu sich selbst, man solle lieber keinen Zwerg verärgern,  wenn ein  Halbzwerg so etwas Zustande brach. Ihm kam dann eine Idee, die er bei der nächsten Schlacht unbedingt umsetzen musste und zwar Fafnyr hungern zu lassen. "Was grinst du so hämisch?" fragte Fafnyr, als er die geistige Abwesenheit Darions bemerkte. Peinlich berührt wich Draion aus. "Ach nichts nichts!" "Greif zu solange das Gulasch noch warm ist." "Ich vermute mal nicht, dass das die ursprüngliche  Erfindung dieses Gerichtes ist. Halbzwerge sollten lieber nicht kochen." Hungrig nahm Darion dennoch ein paar Bissen, ihm fehlten nur noch Gewürze, dann würde es unter Umständen gar nicht so schlecht schmecken. Nach dem Mahl entschwand ein zufriedenes und leises Rülpsen der Kehle des Halbzwerges. "Sollte mal der Feldköchin des Swajutes mal zeigen wie sowas geht." "Ob das so gut ankommt?" nörgelte Darion. "Dort hinten hab ich einen Bach gesehen, wir sollten noch zu unserem Mahl etwas Trinken!" "WASSER?" Fafnyr war empört. Sie tranken so gut es ging, da Fafnyr eine Abneigung gegen Wasser hat und andauernd motzte. "Setzt nicht immer etwas aus und hilf mir lieber mal gleich bei dem Tor dort drüben!" "Und wie sollen wir da reinkommen?" "Probieren wir es einmal mit Klopfen?" Darion zuckte mit den Schultern und nahm seinen Rabenschnabel und hämmerte gegen das Tor. "Hast du noch nicht bemerkt, dass uns keiner aufmacht? Siehst du den Spalt?" mit einem Fingerdeut zeigte Fafnyr nach oben. "Du solltest ohne deine Rüstung durchschlüpfen können." "Ohne meine Rüstung?" empört riss Darion den Kopf herum und starte Fafnyr an. "Mich brauchst nicht so anzuschauen. Halbzwerge haben für Höhen nichts übrig, geschweige den von Wasser. Und außerdem wenn sie dich  erschlagen, wäre es nicht allzu sehr tragisch. Sei kein Mädchen, ich bin ja auch noch da und du willst ein Krieger sein?" Auf den Einwand Darions einigten sich beide auf ein altes Spiel "Schwert, Stein, Pergament". 1, 2, 3 ... Darion wies eine zu stein geformte Faust  an und Fafnyr verrenkte seine Finger. "Was soll das den?" stief Darion wieder empört aus. "HAMMER!" grinste Fafnyr "Hammer zertrümmert Stein! Ich hab gewonnen! Du gehst hinauf!"  Darion entschloss sich widerwillig  von  seiner Rüstung zu trennen, um hinaufzuklettern. Während des kletterns beschlich in Darion der leise Plan Fafnyr dafür büsen zu lassen, sollte er das hier heil überstehen. "Du bist eh zu fett." murmelte der Seebär. "Das hab ich gehört!" schrie der Halbzweg hinauf.


Zuletzt von FafnyrDerGeschuppte am Mi 24 Jul - 18:29 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Reise zum Drachenkamm - Die Geschichte von Darion Tracian und Fafnyr dem Geschuppten   Mi 24 Jul - 18:23

Tag 5: Die Hallen Morthals
Glücklicherweise und froh darüber zu sein überwand Darion das Hindernis. Er stolperte fast blindlings durch den Vorhof, dass nur schwach von dem einfallenden Licht beleuchtet wurde. Mehrfach stieß er sich den Kopf oder den Fuß an und Fafnyr konnte ihn von draußen fluchend ganz leise hören. Darion ertastete am Ende der Treppe über dem Torbogen mehrere metallenere Hebel, stolperte wieder über etwas knirschendes, ähnlich einem kleinen Haufen trockener Äste und zog in Fall an einem Mechanismus. Durch ein lautes Quietschen öffneten sich mehrere Schießscharten, die etwas mehr Licht hereinliesen. Polternd flog ein Schaller die Treppe herab und durch die Aufhellung erkannte Darion, dass er über ein Skelett, in Größe eines Kindes, geflogen ist. Angewidert zog Darion den 2.  abgebrochenen Hebel, an dem noch der Arm des Skelettes hing und mit einem zuerest leisen Klicken, dass über das Klacken von Zahnrädern zu einem Poltern anschwoll und das Tor sich zur Gänze öffnete. Staub und Steine rieselten herab. "So wenn bis jetzt noch Keiner erfahren hat das wir hier sind, so weiss es jetzt Jeder!" kam Fafnyr maulend herein. Darion hustete den restlichen Staub aus und zeigte dem Halbzwerg seinen Fund. "Sieh mal, der schaut nicht mehr so lebendig aus! Der hier wollte vermutlich beim Sterben noch die Toren schließen, damit womöglich der Feind nicht hereinstürmen hätte können." "Ja du bedenkst, aber schon, dann müsste hier eine Schlacht getobt haben und es müssten mehr Kadaver herumliegen!" Fafnyr überlege kurz. "Eines ist klar, er ist bei dem Versuch die Tore zu schließen gestorben. Aber warum das Ganze? Ich glaube eher die Gefahr lauerte eher hier drinnen und er hat versucht diese einzusperren. Deswegen der halb abgebrochene Hebel hier! Beim Sterben ist dem armen Tropf dieses Unterfangen nicht mehr ganz gelungen!" "Deshalb hat uns auch Keiner aufgemacht. Aber ihr Zwerge seid kein reinliches Volk zu sein!" Darion grinste und zeigte seine staubigen Hände und klopfte sich diese an seinem Gewand ab. "Du einfältiger Narr, es war seit längerer Zeit hier Keiner mehr!" Fafnyr bemerkte die diesmal körperliche Abwesenheit seines Waffengefährten. "Darion? DARION?" ... Keine Antwort. "DARION?" "Was ist den?" Fafnyr erschrak. "Ich war nur kurz draußen und hab mir meine Waffe und meine  Rüstung geholt. "Ab jetzt meldet sich jeder ab, wenn man sich trennen sollte!" kommandierte Fafnyr. "Ab jetzt meldet sich jeder ab." äffte Darion nach. Knurrend hob der Halbzwerg seine "Flammenfaust". "Geht klar!" und der Weggefährte klopfte dem Geschuppten auf die Schulter. "Nicht das du noch Angst bekommst." "Ich will nur nicht deinem potentiellen Hausdrachen beibringen müssen, dass du dich verlaufen hast!" feixte Fafnyr. "Nicht das wieder von einem Bolzen getroffen wirst! Und jetzt lass uns den Dieb suchen gehen." Die Vorhalle wurde von zwei Säulen gestützt, diese symmetrisch und immer eckig in Stein gemeiselt worden sind. In der Mitte befand sich eine riesige Treppe die nach oben führte, dessen Ende man im Dunkeln nicht erkennen konnte. Beide Säulen wurden von jeweils einer kleineren Treppe nach unten flankiert und vor den Säulen standen überdiemensionale Feuerschalen, die noch mit einer Flüssigkeit gefüllt waren. Fafnyr begutachtete die Inschriften, die die Verwandten seiner Vorfahren in die Säulen gemeistelt haben. "Eine sehr beeindruckende Arbeit, die die Zwerge hier geleistet haben. Darion stand mit offenem Mund in der Mitte der Vorhalle und konnte sein staunen nicht verbergen. "Sieh mal hier!" er deutete auf den Boden. Ein riesiges Ornament zeichnete sich am Boden ab, dass sich über den gesamten Grund zu erstecken schien und sich im selben Stiel, wie auf den Säulen fortsetzte. In der Mitte war eine Inschrift in der alten Sprache der Dwemer eingemeiselt. "Dies hier sind Morthals Hallen, erbaut vom ersten Zwergenkönig." las Fafnyr vor. "Du kannst das lesen?" "Zum Teil, weil sich so manche Runen denen  ähneln, die ich gelernt habe. Grimmar gab mir vor Beginn der Reise so manche alte Dokumente, die mir bisher nur einen Bruchteile der Geschichte erläuterten" Die beiden Gefährten gingen zur großen Treppe und suchten weiter nach Hinweisen, die ihnen weiterhelfen konnten, sich zurechtzufinden. "Wir kommen so nicht weiter." seufzte Darion. "Und was sollen wir sonst machen? Wir haben bis jetzt noch keine Anzeichen unseres Diebes. Seien wir mal froh, dass wir unser Ziel erreicht haben durch Zufall." Fafnyr lehnte sich an der Wand an und kippte nach vorn, weil sich der vermeintliche Fackelhalter als Mechanismus entpuppte und etwas Unbekanntes auslöste. Wieder rumpelte es und man konnte laut und deutlich Metall auf Metall schlagen hören. Von vielen Seiten kam von oben eine Kugel heruntergefallen, die mit dem Aufschlag Funken erzeugten und in den Schalen das Feuer entzündeten. Ein weiterer Mechanismus wurde in Gang gesetzt, dass eine Flüssigkeit in Stein geschlagenen Rinnen mittig der Hallenhöhe und im Boden jeweils weiterfloss und scheinbar durch die Flammen in den Schalen angefacht worden ist. Diesmal war der Halbzwerg total baff. "Meisterleistung ... soetwas." "Ja dann, genug gegafft? Lass uns den Dieb suchen!" nörgelte Darion.  Nicht lange und sie fanden eine verbogenen Metallklappe und dahinter befand sich ein Loch mit einem  groben Gittergatter, dass scheinbar kleine Eindringlinge  davon abhalten sollte hinein- oder  gar hinauszugelangen in die Kazar. Was  aber Fafnyr gleich sah das der Abhang steil nach unten verlief und scheinbar als Unratschacht diente, der aber voll mit unnatürlich großen Spinnweben war, die zerfleddert aussahen. Darion schob angewidert mit seinem Rabenschnabel einen Faden hoch, der abrupt wie festgeschmiedet schien. "Was zum ...?" und der Söldner zog mit einem kräftigen Ruck seine Waffe frei, stolperte und kam polternt in einem aufgewirbelten Staubhaufen zum Erliegen. Fafnyr kam ebenfalls hustend und dann lachend bei Darion an und streckte die Hand aus und Darion griff ins Leere, weil er meinte ihm würde aufgeholfen werden. "Sieh nur du hast es geschafft!" Verwirrt blickte der Seebär drein. "Du hast eine Fährte gefunden, eine Spur die zu unserem Dieb führen könnte!" Darion rappelte sich auf, klopfte den restlichen Staub aus seinem Wappenrock und hüstelte ein letztes mal. "Na dann, wollen wir dem nachgehen!" Den Satz noch nicht zu Ende gesprochen, stürmte der Halbzwerg schon vorraus.

Es dauerte ein wenig bis Darion Fafnyr eingeholt hatte und schnaubend dachte, dass er zwar kurze Beine hat, aber ihn diese relativ schnell tragen können. Trotzalledem das beide gerüstet waren, hatte Fafnyr noch einen kleinen Vorsprung. Ohne Vorwarnung rumpelte der Gang den sie entlang rannen, als sei ein Erdbeben  losgetreten. Mehrere winzige Risse waren im Boden zu erkennen, die auf den Zwerg zueilten und sich zu einem großen Strang verbanden. So plötzlich das Beben anfing, so schnell hörte es auch auf. "Bloss nicht bewegen!" befahl der Halbzwerg und stützte sich an der Wand ab! "Sonst, ..." Knack "...Aaaaaaah-bmeldung!" und Fafnyr verschwand in einem Loch in die Tiefe hinab. "... brichst du ein!" vollendete Darion den Satz! Kaum beendet brach auch er in ein anderes Loch ein und polterte in die Tiefe, schepperte mit seiner Rüstung und seinem Kopf an der Wand entlang und verlor sein Bewusstsein und wurde von einem riesigen Netz aus Weben gefangen, währenddessen Fafnyr den scheinbar natürlichen Rutschtunnel nach unten preschte, dicht gefolgt von seiner Waffe "Flammenfaust". Mein einem Dumpfen aufprall kam der Halbzwerg unten an und konnte rechtzeitig seinen Kopf aus der Gefahrenzone des heranrutschenden Hammers bringen. Mit enormer Geschwindigkeit krachte der Hammer gegen die dahinterliegende Wand und brachte sie berstend zum Einsturz. "Ich sollte mir echt einmal ernsthaft Gedanken über einen Helm machen!" murmelte Fafnyr benommen und rappelte sich auf, um aus dem Geröllhaufen seinen Streithammer zu suchen. Als sich die Staubwolken legten fand er ihn auch recht schnell und aus den Augenwinkeln erspähte er den dahinter leigenden Raum. Er war nicht groß, aber hoch in der Beschaffenheit und von  Säulen flankiert, dazwischen Standen Statuen von kleinen bärtigen Kriegern oder gar Königen, da diese mit Edelsteinen und Gold verziert waren. Durch diesen imponierenden Eindruck stapfte er in den Raum, nichts ahnend, dass der Nebel zu seinen Füßen rot leuchtete. Sichtlich beeindruckt schlurfte er dann zu einem Torbogen, dessen Flügeltore leicht offen stand. Erst jetzt bemerkte er den mysteriösen Nebelschwaden, weil dieser aus dem Raum dahinter in die Halle in der Fafnyr stand waberte. Aus reiner Neugier wollte der Halbzwerg dieses Phänomen erkunden und musste feststellen, dass ihm das Gehen sichtlich erschwert wurde, je näher er dem Tor kam, umso deutlicher konnte man in den Schwaden Hände erkennen, die ihn versuchten festzuhalten. "Verlixt! Lasst mich in Ruhe!" Jähzornig nahm der Geschuppte "Flammenfaust" und Hieb auf die Nebelhände ein, als ob es sich um ein materielle Etwas handelte. Der Schlag ging aber ins Leere, richtete scheinbar nichts aus und traf den Boden. Der Aufschlag erzeugte eine Druckwelle und der Nebelschwaden an der Stelle schien sich mit einem Kreischen und hellerem pulsieren des roten Lichtes zurückzuziehen. Einige Schritte lang konnte Fafnyr Richtung Tor gehen, bis ihn unbelehrbar die Hände wieder angriffen. Mit der gleichen Prozedur kam der Halbzwerg an sein Ziel an und schob einen Torflügel soweit auf, dass er hindurchpasste. Ein weiterer atemberaubender Blick bot sich ihm und scheinbar durch eine Kuppelöffnung in der Decke viel ein Licht herein. Eine riesige Halle, gefüllt mit Schätzen, Gold, Edelsteinen, Rüstungen und Rüstungsteilen, Waffen und Schilden, Pokalen ... und jede Menge Säulen und weiteren Statuen von seinen bärtigen Verwandten. Aber im Zentrum der Halle befand sich auf einem Podest ein Helm, der unscheinbar wirkte, aber dennoch etwas anziehendes hatte. "Volltreffer ... und wenn man schon von fehlenden Helmen spricht!" Fafnyr Augen füllten sich leicht mit Tränen vor Freude und er nahm sich auf dem Weg zum Podest ergänzend neue Beinschienen und eine Doppelkopfaxt mit. Um den Rest würde er sich später kümmern. Erst einmal musste er den Helm begutachten und sein Eigen nennen, dann ging es darum seinen Weggefährten und den Dieb zu suchen.


Zuletzt von FafnyrDerGeschuppte am Mi 24 Jul - 18:29 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Reise zum Drachenkamm - Die Geschichte von Darion Tracian und Fafnyr dem Geschuppten   Mi 24 Jul - 18:25

Tag 6: Spinnige Angelegenheiten 
Benommen und den Blick getrübt, wachte Darion mit einem Dröhnen im Kopf auf. Er konnte sich nicht erklären warum er seine Arme nicht bewegen konnte, gar seine Füße, nichts ahnend, dass er in ein Kokon gespinnt wurde und der Kopf oben herauslugte. Er vernahm ein seltsames Geräusch, dass auf seltsame Art und Weise als mehrfaches Qietschen zu erkennen war und nach einer kurzen Gewöhnungszeit seine Sprache, sich einbildend, zu sprechen schien. "Unsere Herrin sagte wir haben neues lebendiges Futter." schienen alle auf einmal im Kanon zu sprechen. "Aber erst müssen wir die vorherige Mahlzeit aufessen!" ... Wie tausende Klicke entfernten sich die Geräusche und in der Ferne war ein Wimmern auszumachen. Dann plötzlich ein geller hoher Schrei, der mit einem schmatzenden und zerfetzenden Gluckern unterging. Stille. Wo bin ich hier? Wo ist Fafnyr? Was zum Seegeier ist hier los? Sei unbesorgt ... Eine weibliche, aber tiefere und verzerrte Stimme, scheinbar in seinem Kopf schien besänftigend auf ihn einzusprechen. Du bist in meinem Reich und du wurdest auserwählt höherem zu dienen ... dann wurde die Stimme allmählich agressiv und nicht mehr so besänftigend. ... ALS FUTTER FÜR MEINE KINDER! Ein dämonisches Lachen sprengte gefühlt Darions Kopf und er versuchte sich panisch aus seinem Gefängnis zu befreien. Erst einmal sind sie gesättigt, aber es wird nicht lange dauern, bis sie wachsen und mehr Hunger bekommen. Wieder dieser besänftigende Ton. Darion beruhigte sich und versuchte an seinen Dolch an seinem Gürtel zu kommen. Er musste es schaffen wenn er nicht als Lebendfutter enden wollte. Und dein Weggefährte wird mir auch noch zu diensten sein, aber zuerst mit seinem Blut, da er der Einzigste ist der mit seinem Blut die Kammern von diesem verfluchten Zwergenkönig öffnen kann. Fafnyr er lebt?!... dachte sich Darion. Wo ist er? Keine Sorge ich brauch sein kleines schlagendes Zwergenherz lebendig, tot bringt er mir nichts. Und wenn er mir dann nicht mehr zu diensten sein kann, wird er dein Schicksal teilen. Verzweifelt fummelte er an seinem Gürtel in dem Kokon herum und versuchte mit Kraftanstrengung den Kokon zu weiten, um sich besser bewegen zu können. Wieder hörte er das tausendfache Klicken, dass diesmal auf ihn zukam und über den Kokon bewegten und über sein von Weben unverdecktes Gesicht krabbelten, in die Nasenlöcher, Ohren und Mund versuchen einzudringen. Keine Sorge sie suchen sich nur die besten Stücke aus! Die Prozedur dauerte nicht lange und die Folter hörte nach kurzer Zeit auf und die Spinnenkinder gingen wieder fort. Ekelig!  "Pah!" und er spukte einige Fäden aus seinem Mund aus. Als er sich wieder gefasst hatte versuchte er es mit der alten Technik eines Seefahrers nicht unbekannt, wenn man gefesselt wurde so weit einzuatmen, um sich beim Ausatmen leichter durch die Fesseln rutschen zu können. Was aber nur bedingt half, weil er erstens Bewusstlos war als er eingesponnen worden ist und zweitens in seiner Rüstung war. Die Rüstung das ist es! Der Vorteil einer Rüstung sie ist unnachgiebig und konnte es Darion leichter ermöglichen sich ein wenig Platz in der beengten Lage zu verschaffen, sodass er den Griff zum Dolch wagen konnte. Und es funktionierte. Er begann in kurzen und recht häufigen Bewegungen den zähen Kokon von Innen heraus zu zerschneiden. Hoffentlich würde er das rechtzeitig schaffen, aber tatenlos darauf zu warten lebendig gefressen zu werden, das war wahrlich keine zweite Option, die für ihn in Frage kam.

Im strahlenden Licht nahm Fafnyr den Helm in beiden Händen und augenscheinte ihn. Er war nicht anders als andere Helme, aber er spürte ein leichtes Kribbeln in seinen Fingern als er ihn hielt. In einem großen blank polierten Silbertablett begutachtete er den Sitz des Helmes und  fügte ein zufriedenes Brummen hinzu. "Steht mir wahrlich gut!" Was er aber beim begutachten nicht bemerkte, so schien der rot pulisierende Nebel ihn nicht mehr davon abhalten zu wollen weiterzukommen, sondern breitete sich wie normaler Nebel vor seinen Füssen aus und schien ihm den Weg frei zu machen. Erst nach einer kurzen Zeit viel ihm dieses Schauspiel auf. "Pah, Magie! Nur Lug und Trug!" und mit einem Gefühl der Stärkung ging er weiter, die Halle zu erkunden, um einen weiteren Ausweg zu finden und seinen Waffenbruder zu suchen. Ihm viel gar nicht auf, dass ihm nichts mehr wehtat, die ganzen Blessuren und Strapazen schienen auf einmal weggepustet worden zu sein, seit er den Helm aufsetzte. Fafnyr verlies die Halle wieder an dem Eingangspunkt an dem er hereinkam und markierte den Weg zu seiner rechten Seite mit einem Stein in die Wand, dass er wusste, ob er schon einmal hier gewesen war. So orientierte sich er seine Bahnen durch ein Labyrinth das er nicht kannte und je weiter sich von der Halle entfernte, so dünner wurde der Nebel. Nichts ahnend wurde er von tausenden kleineren Augen und 2 größeren Augen, die grün im Dunklen glommen, verfolgt. Er merkte das etwas an nicht stimmte, konnte es aber nicht einordnen, bis er an eine Sackgasse traf, an der ein schwarzes Banner mit goldenem Skorpion und ein schwarzes Banner mit einer silbernen Spinne stand und dahinter der Weg mit riesigen Spinnweben, wie er sie zuvor an dem Unratschacht schon entdeckt hatte. Was das wohl zu bedeuten hatte konnte er sich keinen Reim darauf machen und Fafnyr hasste Rätsel und vorallem die der Sorte die ungelöst waren.

Gar nicht weit entfernt konnte sich Darion mit seiner Säbelei ein gutes Stück weit aus seinem Kokon befreien und schuf sich mit einem letzen Kraftakt seine Freiheit. Blindlings polterte er aus dem Kokon und kam mit einem erleichterten Stöhnen auf hartem Fels zum Liegen. Er riss sich unter Schmerzen seine Augenbinde aus Spinnenweben vom Gesicht und atmete erst einmal tief durch. Sein Blick wanderte in der von Weben gefluteten Höhle umher und fand auch gleich den blutigen aufgebrochenen Kokon der letzten Mahlzeit. Darin lag der Pixi, der Waldgeist, der sie bestohlen hatte. Darion konnte trotz alledem, dass er von dem Wesen beklaut worden war, sein Mitleid für den Dieb nicht unterdrücken. Doch dann sollte sich die Stimmung wieder blitzartig erhellen, weil er die 2 Beutel, das Diebesgut, zu den Füssen des blutigen Kokons wiederfand. Er stürmte regelrecht zu den Beuteln und überprüfte, ob noch alles darin vorhanden war. Mit einem erleichterten Seufzen schloss er die Beutel wieder, doch er hielt inne und öffnete nochmal die Beutel nahm einen Schluck seines Metes und nahm sich grinsend, die Pfeife von Fafnyr und zündete sich eine Portion Rauchkraut an. Durch das dämrige Licht konnte er alles nur langsam und ertastend machen, weil er sich nicht traute, eine Fackel zu entzünden, da sonst alles in Flammen aufgehen könnte. Deshalb und weil ihm auch einfiel, dass die Spinnen jederzeit wiederkommen könnten, schulterte er sich beide Beutel und macht sich auf den Weg einen Ausgang zu finden. Als er die Höhle endlich verlies und auch die Pfeife leergeschmaucht war, wollte er sich noch etwas Proviant zu sich nehmen, als er Schritte um die Ecke kommend vernahm. Sie sprachen nicht und hatten nur eine Fackel, es waren scheinbar 2 Männer sehr leicht gerüstet. Im letzten Augenblick versteckte er sich in einer Felsniesche um nicht gesehen zu werden. Die zwei Wachen waren mit Halbmasken im Gesicht bedeckt und es waren Art Zeremoniengewänder, mehr konnte Darion nicht erkennen, aber wenn er Antworten wollte, dann bekam er die von denen zweien. Darion entschloss sich, einen von beiden zu erschlagen und den anderen kampfunfähig zu machen, um ihn befragen zu können. Den Rabenschnabel gezückt, huschte er aus seiner Deckung und schlug ohne Vorwarnung zu. Mit einem knirschenden Krachen zerspiltterte der Rabenschnabel den Schädel des Rechten und der Linke, überrascht wie er war, konnte sein  Schwert gar nicht richtig zücken, weil der Rückschwung der Hammerfläche von unten ihm die Hand zertrümmerte. Mit einem gellenden Schmerzschrei ging die Wache zu Boden und Darion sprang gleich auf ihn drauf, um mit seiner gepanzerten Faust den Schrei zu unterdrücken. Knieend fixierte Darion die Schultern und Arme des Gefangenen und drohte ihm noch größere Schmerzen zu bereiten, wenn er ihm keine Antworten liefern könnte und vielleicht gar zu schreien beginnen sollte.  "Hoffentlich für dich hat das jetzt Keiner gehört!"

Da stand er nun und wusste nicht weiter, der Halbzwerg, aber dennoch sollte er den gellenden Schrei der Wache hören ... und nicht nur er. Scheinbar durch den Schrei angelockt, klickte es tausendfach in schnelleren Abständen in Fafnyrs Rücken. Wie ein schwarzer Teppich, bestehend aus unzähligen Spinnen rannten sie zu den Füssen des Halbzwerges vorbei und in den Tunnel, der durch die Spinnweben verschlossen war, scheinbar mühelos und locker durch die kleinen Öffnungen passend. Den Eckel überwindend wunderte er sich so langsam über gar nichts mehr. Aber die Sache war noch nicht vorbei. Mit lauteren Klicken aber bedeutend langsamer kam noch etwas ihm entgegen, dass er in dem Zwielicht nicht erkennen konnte. Nur große grün leuchtende Augen vernahm er. Du hast etwas, was mir gehört. Sprach die Stimme in seinem Kopf flüsternd und betörend. "Und was soll das sein?" Fafnyr stellte sich mit Flammenfaust kampfbereit. Du trägst es auf deinem Kopf und es fließt dir durch deine Adern und dein jämmerliches Herz! "Nur über meine Leiche!" Das lässt sich einrichten! Mit einem gellenden Schrei im Kopf des Halbzwerges griff die Kreatur, die Herrin der Spinnen, ein Dämon aus alten Zeiten, aus dem Zwielicht an. Die Hände an den Kopf gepresst konnte Fafnyr nur noch ausweichen. Der Schlag des Spinnenbeines durchtrennte einen herabgepolterten Steinblock hinter dem Halbzwerg und er kam etwas in Bedrängnis.

Darion wollte die erste Frage stellen und erhob die Hand vom Mund des Gefangenen, der nur einen wimmernden Schmerzruf loswerden wollte und dies auch tat. Mit allen Kräften wehrte sich die Wache und brabbelte etwas in einer Sprache die Darion nicht kannte. "Verflucht gib Ruhe und sag mir nur was ich Wissen will!" ... Das Klicken und Klacken hörte der Seebär nicht im Kampfgetümmel. Die Flut aus schwarzen Spinnen, umhüllte Darion und den am Boden liegenden Gefangenen und die Spinnen quetschten sich in den zum Schrei geöffneten Mund in den Rachen und blähten den Körper von Innen auf. Fasziniert und angewidert verfolgte Darion dieses Schauspiel, dass er seines Lebzeiten nicht mehr vergessen würde und kam nur zu zwei Entschlüssen. Laufen und Fliehen oder diese ganze vermalledeite Spektakel in Brand setzen und in die Höhle zu den Spinnweben werfen. Er entschied wie ein Krieger zu handeln und der Sache ein Ende zu bereiten. An den Füssen  hinterherschleifend, zog er den scheinbar noch lebenden Mann in die Burtstätte der widerlichen Kreaturen. Er spurtete zurück holte eine Fackel und entzündete diese, kam zurück und der lebendig verrotende Körper war verschwunden. Egal, dachte er sich, verbrennen wir das ganze hier. Er warf die Fackel in einen großen Bund Spinnweben und alles schien lichterloh in Flammen aufzugehen, nur leider bemerkte unser Held nicht, dass sich eine vereinzelte Spinne auf seine Rücken befand und nach dem Wurf ihn in eine ungeschützte Stelle seines Gesäßes biss und das Betäubungsgift wirken lies. Ohnmächtig werdend viel  er, sich noch in der Brutstätte befindend um, währenddessen das Inferno rundherum seinen Lauf nahm.

Kurz hinter einer Deckung zu Atem kommend, bemerkte Fafnyr einen Brandgeruch, der dem Dämon ebenfalls nicht zu entgehen ging. Das war seine Chance, so drehte Fafnyr sich um seine Deckung und sah erschrockene Augen, die des annähernden Hammers auf Kinnhöhe des Dämons  noch größer wurden. Ein knackendes Gräusch, wie wenn man einen großen Käfer zertritt, durchging es dem Dämon. Benommen durch den Schlag konnte Fafnyr eine revanchierende Stakato von "Flammenfaust" zum Besten geben und die Bestie, rückwärts in ein Loch oben in der Wand zur Flucht zwingen. Aber jetzt musste auch Fafnyr in Sicherheit bringen. Er entschloss sich den Rückweg Richtung Waffenkammer anzutretten und fluchend in sich hineinschimpfte, wo den nur sein Waffengefährte stecken mag.

Infernal war die Höhle und Rauch verdeckte jedwegliche Sicht und Darion sah nun wieder in der verschwommenen Sicht wie zuvor, aber er merkte das ihn zwei schwielige Hände an seinen Armen packte und ein langer Bart in seiner Nase kitzelte. Wenigstens spürte er noch etwas. Er dachte sich nur es kann nur der stinkende Halbzwerg sein, der seinen Arsch rettet. Darion wurde an einer Wand sitzend abgelegt und  konnte ein unterdrücktes Husten und dann ein Geräusch wie schleifenden Stein über Stein ausmachen, ehe er wieder gepackt wurde und durch einen Gang geschliffen wurde. Als er wieder soweit klar sehen konnte war er in einer Halle mit gold glänzendem Etwas und die Luft war nicht mehr von Rauch geschwängert. Er begann zu husten und bemerkte Hände an sich, die ihn heilend versorgten.  Dann hörte er eine bekannte Stimme, die er Fafnyr zuordnen konnte, die aber etwas entfernt von ihm erklang. Darion erkannte, derjenige der bei ihm direkt war, war nicht der Halbzwerg und begann sich gegen die Behandlung zu wehren. "Wer seid ihr und was macht ihr mit Darion?" knurrte der Geschuppte und hob seinen mit schwarzem blutverschmierten Kriegshammer.  Vor Darion stand ein Zwerg mit weißem langen Bart und einer Robe und daneben ein weiterer mit einer Schmiedeschürze und schwarzen Bart. Der ältere der beiden drehte sich um und begann mit beruhigender Stimme auf Fafnyr einzureden. "Das hier ist Ordamurr Steinbart, Ovdins Sohn, er hat deinen Freund aus dem Feuer gezogen, dass der Dummkopf selbst gelegt hat, er hätte sich fast selbst umgebracht und verbrennt einen Teil der Katakomben dieses Kazars. Und ich bin Gromjann Trollbann. Und wir waren eigentlich eine ganze Expedition hierher in den Drachenkamm, um nach unseren Freunden und Verwandten zu sehen, von denen wir seit unzähligen Sonnenumläufen nichts mehr gehört hatten. Und vorgefunden hatten wir nur Chaos und Zerstörung, alle tot auch unsere Gemeinschaft wurde bis auf uns beide dezimiert." Woher soll ich jetzt die Gewissheit haben, dass ihr nicht lügt?" "Wir sind Zwerge, wir lügen nicht!" war der ältere Priesterzwerg sichtlich empört. "Und wenn dem so ist, was sollen wir jetzt machen? Ich bin gewillt euch zu glauben." "Erst einmal die Frage, was macht ihr beide hier ein Mensch und ein blutjunger Zwerg?" "Das ist eine lange Geschichte und wie ich sehe kann ich die euch bei einem Met und bei einer Pfeife Rauchkraut besser erzählen, da mein Weggefährte unsere geraubten Reisebeutel wiedererlangt hat. Gut gemacht, Darion!" Bei dem Wort Met wurden Darions Lebensgeister sichtlich wacher und nach dem Schlag Fafnyrs auf den Rücken, wurde er fast gänzlich wieder fit und konnte kurzweilig wieder sprechen! "Finger weg von meinem Met!" ... Alle Zwerge lachten, aber die Situation war noch immer Ernst, da im Nebenraum noch ein Inferno wütete. "Wir sollten auf jedenfall mal hier weg!" murrte Ordamurr. "Ja kein schlechter Plan, wir sind eh in unserer Zeitplanung zu spät dran und sollten schon längst wieder auf den Rückweg nach Grimgard sein!" erklärte Fafnyr. "In eine Menschensiedlung?" waren sichtlich beide Zwerge empört. "Der Weg ist nicht weit und Darion brauch weiterhin ärtzliche Versorgung, da in Hag Raurikor eine Spinnenpest wütet und wir dringend berichten müssen, was wir hier vorgefunden haben, es könnte entscheidend für das Land, das Leben meines Waffengefährten und den Berg hier sein." "Aber euer Freund wird die Reise in diesem Zustand nicht überstehen!  Und meine Heilvorräte sind zur Neige gegangen und werden vermutlich nicht mehr reichen." erklärte Gromjann. "Stein ... Lichtfee!" murmelt Darion. "Was??? Lichtfee?" jetzt wurde es den Zwergen immer suspekter. "Wollt ihr uns jetzt helfen oder nicht? Hier Darion nimm dein Stein und rubbel mal kräftig dran!" Hoffentlich funktioniert das!" Langsam aber sicher ging es Darion immer besser und er konnte unter Schmerzen wieder aufstehen. "Da ihr sichtlich am Ende seid , es uns auch nicht besser geht und bei dir die Vorräte ausgehen, schlage ich vor wir reisen nach Grimmgard." "Aber nicht zu Fuss! Ich hab da etwas was uns schneller dort hinbringt." der Priester zog ein magisches Artefakt heraus aus seinem Beutel und deutete auf die Rune. "Was ist das?" fragte Fafnyr. "Ein Teleportstein, er kann nur einmal verwendet werden und  dann zerstört er sich selbst. Ein Geschenk für schlechte Zeiten." Jetzt war Fafnyr, der geschockt war. "Ist das nicht gefährlich? Und wenn was schiefgeht, wenn wir abstürzen? Oder in Orklande herauskommen? Oder ..." Ein metallischer dumpfer Schlag und Ordamurr nockte Fafnyr mit einem stumpfen Gegenstand k.o. "Stell dich nicht so an, wir mögen Magie ebenfalls nicht!" murrte Ordamurr. Der Priester murmelte einige unverständliche Worte und packte alle an den Armen und sein Singsang wurde immer lauter. Der Staub rundherum der Gruppe begann aufzuwirbeln und immer stärker werdend, eines Wirbelsturms nicht unähnlich. Ein greller Blitz ... Grimgard.


Zuletzt von FafnyrDerGeschuppte am Sa 27 Jul - 10:11 bearbeitet; insgesamt 7-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Reise zum Drachenkamm - Die Geschichte von Darion Tracian und Fafnyr dem Geschuppten   Mi 24 Jul - 18:26

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BeitragThema: Re: Reise zum Drachenkamm - Die Geschichte von Darion Tracian und Fafnyr dem Geschuppten   

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Reise zum Drachenkamm - Die Geschichte von Darion Tracian und Fafnyr dem Geschuppten
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