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Rauriker Kommunikation
Do 24 Aug - 16:50 von Askan Eschenfall
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So 5 März - 23:45 von Raskell
Die aktuelle Kampganen-Karte ist nun auf der Homepage drauf.
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 Eine geheime Nachricht...

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Grimmar
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BeitragThema: Eine geheime Nachricht...   Di 23 Okt - 22:53

Grimmar saß im großen Raum des Haupthauses von Hoimarshal und tauchte seinen Federkiel in die schwarze Tinte, die er in Nordandryll erworben hatte. Gerade eben hatte er die Abschriften der Texte die ihm Raskell Falkenwind anvertraut hatte vollendet und betrachtete sie noch einmal eingehend. Die merkwürdigen Schriften und Dokumente wurden von den Kriegern des Swajuts unweit von Hoimarshal bei der letzten lebenden Gefolgsfrau der ominösen Spinnenfee gefunden bevor sie starb. Als wäre es der Götter Zeichen gewesen, entdeckte der schriftkundige Grimmar an ihr die lederne Dokumentenrolle und fand darin die Papiere.
Hatte er auch keinen Fehler beim Abschreiben gemacht? War seine Übersetzung richtig? Aus bekannten Erfahrungen des Jahres und wegen der Brisanz des Textes nahm ihn Grimmar nebst dem Original auf und las noch einmal aufmerksam:

" Meister Arach Markass,
Lasst mich Euch in diesem Schreiben über die jüngsten Geschehnisse unseres Zirkels berichten. Großes ist uns gelungen in den vergangenen Wochen und Monaten.
Einem unserer Assasinen glückte ein Attentat auf Aska Grimmzahn, die Hagrikka der Widukin. Leider entkam sie mit ihrem Leben. Dennoch war der Anschlag von Erfolg gekrönt: Der Attentäter hinterließ einen Anhänger der Cerriden, womit der Verdacht auf den Falkenstein'schen Herren von Burg Flyhöhe fiel.
Wenig später überfielen von uns gedungene Söldner, angetan mit der Kriegsbemalung Falkensteins, einige Lagerhäuser der Blankareder im Sippengebiet der tumben Keilerzorner! Ei, welch Zwist daraus entstand zwischen dem Clan und den Falkensteinern!
Und wir konnten das Feuer des Argwohns in den Reihen der Löwenanbeter weiter schüren: Kämpferinnen aus unserem Zirkel überfielen zwei Sippendörfer der Grauschwingen-Halvor nahe der Grenze Hag Nantwigas - freilich fiel der Verdacht sogleich auf die Nattern!
Nun verbleibt mir nurmehr, Euch bei der geplanten Beschwörung der Untoten nahe des Handelspostens Grimgard größten Erfolg zu wünschen. Auf dass die Rauriker alsbald untereinander im Zwist liegen und der Weg für die Rückkehr der Meisterin geebnet ist!

gez. Arach Zarkad, Großakolyth der Spinne "


Grimmar nickte betroffen, seufzte und rollte das Pergament zusammen mit der Geschichte des einstigen großen Krieges und den Originaldokumenten. Er drehte sich um und erblickte Raskell die Halle betreten, so wie sie vereinbart hatten. Grimmar verneigte sich knapp. "Mein Gunrik, die Dokumenten für den Clanrat sind fertig." Den Federkiel aufnehmend und ein Blatt Pergament glatt streichend setzte er hinzu: " Was soll ich in Eurem Namen dem Rat zu Raurikor schreiben, Raskell?"
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Raskell
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BeitragThema: Re: Eine geheime Nachricht...   Do 8 Nov - 0:03

Raskell stand an em geöffnetem Fenster und blickt hinaus auf den herbstlichen Wald. Es war ein klarer Tag und die bunten Blätter leuchten im Sonnenschein. Linkerhand stand ein Baum, dessen gelbes Laub wie Gold erstrahlte und der Gunrik musste unweigerlich an die erfolreichen Beutezüge des Jahres denken, welche die Kriegskasse des Swajuts reichlich gefüllt hatten. Raskells Blick fiel auf den rechts davon stehenden Baum; er trug rote Blätter und als ein Windhauch durch das Laub fuhr, fielen etliche davon sanft zu Boden....und der Kriegsmeister sah das vergossene Blut seiner Mannen und Frauen. Viele Feinde waren unter den Klingen der Rauriker seiner Schar gefallen, doch mussten sie auch viele Wunden hinnehmen. Berengar und Wilarda hatten gar ihr Leben auf dem Schlachtfeld gelassen. Erst vor wenige Tagen hatte der Swajut die beiden Gefallenen mit einem großen Feuer ihren Ahnen übergeben; und bei dem Ritual hatte Raskell ihnen ihren letzten Sold ausbezahlt.....



Des Kriegsmeisters Gedanken kehrten ins Jetzt zurück und er besann sich, dass er mit Grimmar verabredet war; der Schreiber des Swajuts würde sicherlich schon auf ihn warten. Eilenden Schrittes begab sich Raskell in die große Halle von Hoimarshal.
Grimmar verneigte sich knapp. "Mein Gunrik, die Dokumenten für den
Clanrat sind fertig."
Den Federkiel aufnehmend und ein Blatt Pergament
glatt streichend setzte er hinzu: " Was soll ich in Eurem Namen dem Rat
zu Raurikor schreiben, Raskell?"


"Gar nichts, Grimmar. Die Informationen über den Spinnenkult sind zu wichtig und brisant, als dass man sie mit einem Brieffalken senden könnte. Packt noch heute eure Reisesachen - wir werden morgen gen Raurikor aufbrechen und dem Rat der Clans persönlich von den Geschehnissen berichten.
Doch zuvor eines noch: Was hat es wohl damit auf sich, dass die Spinnenfee unseren Skadwin als Sonnenkind rief und - so habt ihr mir berichtet - scheinbar Furcht von ihm hatte? Offenbar war Skadwin ja auch in der Lage, die Spinnenfee zu verletzten und damit zu bannen."
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BeitragThema: Re: Eine geheime Nachricht...   Do 8 Nov - 21:39

Grimmar schaute auf das Blatt Pergament und versuchte zu glauben was er da hörte. Er musste sich fassen, damit seine Feder nicht aus der Hand fiel. Unweigerlich kam ihm der erste Gedanke: "Raurikor? Der Rat der Clans? ICH - Nicht schon wieder...". Doch der junge Rauriker besann sich, räusperte und schaute seinen Gunrik an.

"Raskell, meint ihr das ernst? Ich soll Dich mit den Dokumenten in die Hauptstadt begleiten?" Grimmar stand auf und kniete nieder. "Es wäre mir eine Ehre, mein Gunrik." Der große Swajutführer bedachte den Skribor mit einem lächelnden Nicken.

Grimmar stand wieder auf, grübelnd über die letzten Worte Raskells. Was sollte es damit auf sich haben was sich zwischen Skadwin und der Spinnenfee abspielte? Sicher, er hatte es dem Gunrik mitgeteilt, aber hatte er sich schon Gedanken darüber gemacht. Räuspernd und nach einer kurzen Pause begann Grimmar zu sprechen, seine Worte mit Bedacht wählend:
"Trotz meiner Zeit im Swajut bin ich bislang nicht mit deinem Stellverteter ins Gespräch gekommen, was seine Vergangenheit angeht. Raskell, was ich dennoch glaube ist auch das Naheliegendste. Bitte verspottet mich nicht dieser Mutmaßung wegen, aber ich glaube dieses Sonnenkind von dem die Rede ist, dieses Sonnenkind muss Skadwinn sein!"
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BeitragThema: Re: Eine geheime Nachricht...   Fr 9 Nov - 0:13

Raskell trat an die große Tafel, griff zwei Tonbecher und füllt sie aus einer Karaffe randvoll mit goldfarbenem, dampfenden Met. Dann schritt er auf den großen Kamin zu,, reichte dem Skribor im Vorübergehen einen Metbecher und ließ sich in einen der mit Fellen behangenen, hochlehnigen Stühle fallen. Der Gunrik deute Grimmar mit einem Handwink auf den Stuhl neben dem seinen Platz zu nehmen und sagte:
"Setz dich, Rabenfeder, und erzähle mir nochmals, was die Kultisten der Spinnenfee in ihren Schriften über das Sonnenkind und den Großen Bärenkrieg berichten....."
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BeitragThema: Re: Eine geheime Nachricht...   So 11 Nov - 19:40

Grimmar
schaute dem Gunrik nach, wie er sich setzte, den dampfenden Becher in der Hand.
Wenn seine Nase ihn nicht täuschte, dann müsste es herrlicher warmer Met sein,
der da im Becher duftete. Das allein löste schon Freude in dem jungen Schreiber
aus. Doch dass ihn Raskell "Rabenfeder" nannte schlug ihm mit einem
mal Erinnerungen an glückliche Kindertage, an seine Mutter und an die Zeit, als
sie ihm das Schreiben der Runen beibrachte. Nur sie hatte ihn bisweilen so
genannt...

Schnell
schüttelte Grimmar den Kopf um sich von diesen Gedanken der Vergangenheit zu
lösen, denn schließlich wollte sein Gunrik etwas von ihm wissen. "Die
Geschichte, die den Titel "
Die Chronik der Arach Fey" trägt
begann vor dem Bärenkrieg in der Urzeit unseres Volkes, "
begann der
Skribor und näherte sich den Stühlen auf den Raskell Platz genommen hatte.
Grimmar setzte sich zu seiner Linken.







"Das
Spinnenfee genannte Wesen war aus den Schatten der Anderswelt geboren und wurde
von Verstoßenen und Geächteten unseres Volkes veehrt und zum Lohn hierfür ward
ihnen die Rache an ihrem einstigen Volke versprochen. Die Spinnenfee sammelte
so viele Jünger um sich, dass sie einen Krieg gegen die Rauriker wagen
konnte."
Grimmar
verzog angewidert über diese Tatsache das Gesicht. "Die Spinnenfee
selbst, so hieß es weiter, kam in die diesseitige Welt und führte ihre Armee.
Doch unser Volk triumphierte über sie und die Druiden verbannten sie zurück
dahin, wo die Spinnenfee herkam.




Ein
starker Bann war es, denn die Druiden wirkten und die Verruchte konnte nicht
mehr in unsere Welt zurück. Aber da ihre Elemente List und Tücke waren,
flüsterte sie einer jungen Kriegerin Borgrimms Versprechungen der Macht zu. Sie
erlag dem Flüstern und die Spinnenfee hatte einen Körper und einen Wirt für
ihren Geist gefunden unter den Wendools."
Der Skribor nahm
einen kräftigen Schluck aus seinem Becher - einerseits, da es etwas zugig in
der großen Halle war, wenn Hrothgar das Feuer noch nicht geschürt hat, und
andererseits, da ihn das Erzählen von geschichten immer sehr durstig machte.




"So
erneut erstarkt, suchte die Spinnenfee im Körper der Bärenkriegerin alle
Clanführer auf und erschlug sie, auf dass ein neues Heer ihr folgen würde. So
kam es dann zu jenem Bärenkrieg, nach dem ihr fragtet, Raskell. Doch auch
dieses Mal war unser Volk siegreich, denn eine blonde Bogenschützin aus der
Rauriker Reihen tötete den Wirtskörper der Spinnenfee mit magischen Pfeilen und
bannte zudem ihren Geist zurück in die Anderswelt. Diese Kämpferin und all ihre
Nachkommen - die Erzählung nannte sie "
Sonnenkinder" - sollen
seitdem die Kraft besitzen die Spinnenfee verwunden zu können."
Den
Rest seines Bechers in einem Zug lehrend nahm Grimmar ein Rauchkraut aus seinem
Beutel, stand auf und suchte in der Glut des Vortags nach einem Kienspahn um
den Rauch des Krauts inhallieren zu können.



Zufrieden
paffend setzte er erneut an: "Im Weiteren besagt der Text nur noch,
dass dies alles viele Jahre her ist. Die Spinnenfee sammelte erneut Männer und
Frauen für ihre Dienste - scheinbar bis heute, was der andere Brief und die
Geschehnisse an Samhain zeigen. Doch die Fee arbeitet verborgen an ihrer
Rückkehr. Sie schickte einst Hescher in alle Sippenlande aus die Nachfahren der
Sonnenkinder zu meucheln. Besonders eine Begebenheit der letzten Jahre ist
herausgestellt: Der Angriff auf ein Dorf der Grünfänge in Hag Widukin. Hier
töteten die Anhänger des Spinnenfee alles Lebende, weil unter ihnen ein Ahne
des Sonnenkindes sein sollte.


Und
so endet die Erzählung in dem Text, mein Gunrik."





Nachdenklich
nahm Grimmar einen tiefen Zug des Rauchkrauts und bedachte den Gunrik mit einem
fragenden Blick.


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BeitragThema: Re: Eine geheime Nachricht...   Di 20 Nov - 0:43

Raskell starrte nachdenklich in das prasselnde Kaminfeuer. Er nippte an seinem Becher heißen Mets und sagte dann, ohne aufzuschauen:
"Die Kunde von den Aktivitäten des Spinnenkultes sind von großer Wichtigkeit für unser Land. Die Überfälle und Attentate haben den Zwist und Misstrauen unter den Clans geschürt, soweit ging die Rechnung der Anhänger Arach Feys auf. Der große Rat muss umgehend davon erfahren und beratschlagen, wie der Bedrohung am besten entgegenzuwirken ist."
Der Gunrik nippe erneut an dem heißen Honigwein.
"Außerdem müssen die weisen Druiden von der Chronik und der Verstrickung der Spinnenfee im Großen Bärenkrieg erfahren. Ich selbst habe noch keinem Barden oder Geschichtenerzähler gelauscht, der davon sang oder sprach. Und dann natürlich noch Skadwins Rolle als sogenanntes "Sonnenkind". Viele Fragen, auf die es Antworten zu finden gilt."
Raskell nahm einen tiefen Schluck, mit dem er den Becher leerte und stand dann auf.
"Nun denn, ich werde das Nachtlager aufsuchen - wir brechen morgen früh auf und reiten bis in den Abend hinein. Mach also nicht solange",
sagte der Gunrik und zwinkerte dem Skribor lächelnd zu, wohlwissend dass Grimmar bisweilen so manche Nacht zum Tag machte, sei es über seine Schriften gebeugt oder aber an eine Tavernentheke gelehnt.
Beim Rausgehen wandte sich der Gunrik nochmals an seinen Schreiber: "Bevor du Schlafen gehst, setze bitte Kaela von der bevorstehenden Reise in Kenntnis. Die Harada wird uns natürlich zum Rat der Clans begleiten."
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BeitragThema: Re: Eine geheime Nachricht...   Di 20 Nov - 22:24

Etwas getroffen von der Bemerkung seines Gunriks und doch die Fürsorge heraus hörend musste Grimmar schmunzeln. Er senkte den Kopf und verneigte sich leicht, Raskell zur Türe hinterher sehend: "Ruhet wohl Raskell. Ich werde auf mich achte geben und die Harada schnellsmöglich informieren!"
Während er noch sprach hatte Raskell bereits die Halle verlassen. Was war Grimmar froh nicht an der Stelle des Gunriks sein zu müssen und sich um so viel Wichtiges den Kopf nicht zermartern zu müssen. Allerdings war es mittlerweilen spät geworden und er musste noch packen und Kaela über die Reisepläne Raskells informieren - und vielleicht noch irgendwo einen Becher Met herbekommen. Zu seiner Verärgerung war der Krug aus dem Raskell sich und Grimmar eingegossen hatte leer.

So trat Grimmar vor die Türe der großen Halle und schloss das Tor hinter sich. Und während er sich noch fragte ob er nun zuerst sein Methorn füllen oder die Hütte der Harada aufsuchen sollte, kam Kaela geradewegs auf die Halle zugelaufen...
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BeitragThema: Re: Eine geheime Nachricht...   Mi 21 Nov - 19:02

Kaela hatte den bisherigen Tag in den dichten, dunklen Wäldern verbracht, die Hoimarshall fest umschlossen. So sehr sie den Austausch mit anderen Menschen und Kulturen genoss, den ihre Aufgabe als Diplomatin des Swajuts mit sich brachte, so sehr brauchte sie diese ruhigen Augenblicke in der Natur, in denen sie den Klängen des Waldes lauschen und ihre Gedanken schweifen lassen konnte.

Nach einigen Stunden war Kaela von ihrem Ausflug zurückgekehrt und hatte die große Halle schon fast erreicht, als Grimmar die großen Türen der Halle öffnete. Die Wangen des Scribors, auf dessen Wissen und Gewissenhaftigkeit Kaela stets vertrauen konnte, glühten vor Tatendrang, wie sie es schon oft beobachtet hatte, wenn sich der Scribor einer neuen, wichtigen Aufgabe zugewandt hatte. Doch die dunkeln Ringe unter seinen Augen zeugten davon, dass Grimmar auch die letzte Nacht mit der Übersetzung des mysteriösen Dokuments des Spinnenkults verbracht hatte. Seit diesem nächtlichen Fund hatte Kaela ihren Scribor kaum ohne dieses Dokument gesehen, ein Umstand der sie gleichsam mit Bewunderung als auch Sorge erfüllte.

Als sich ihre Blicke trafen, hob Grimmar die Hand zu einem stummen Gruß, der Kaela signalisierte, dass die Scribor mit ihr reden wollte. Sie beschleunigte ihren Schritt und kam wenige Augenblicke später vor Grimmar zum Stehen: "Cernunnos zum Gruße, Grimmar. Ihr seht müde aus. Habt ihr euch etwa schon wieder die Nacht um die Ohren geschlagen? Wenn ihr so weiter macht, werdet ihr irgendwann noch auf dem Schlachtfeld einschlafen und die Feinde durch euer Schnarchen statt durch eure Axt vertreiben müssen."
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BeitragThema: Re: Eine geheime Nachricht...   Fr 23 Nov - 19:57

"Cernunos auch Euch zum Gruße, meine Harada", sprach Grimmar Kaela an und verneigte sich knapp, wie er es stets zu pflegen tat, auch wenn er der Einzige war der dies in ihrer oder Raskells Gegenwart tat.

"Sehe ich denn wirklich so schlimm aus?", fragte der Skribor, dabei an die voran gegangenen Abende in der Taverne Hoimarsholds denkend. Doch die flüchtigen Züge eines Lächelns auf dem Gesicht Kaelas erkennend, merkte er, dass sie ihn nur neckte. Grimmar schüttelte den Kopf um sich zu sammeln.

"Kaela es ist gut, dass ich dich hier treffe. Unser Gunrik schickt mich, dich zu benachrichtigen. Je nachdem was Ihr für die nächsten Wochen geplant hattet, könnte das Eure Pläne zu nichte machen...". Wie immer, wenn Grimmar eine unangenehme Nachricht überbringen musste, versuchte er die rechten Worte zu wählen. Da Kaela dies wusste nahm ihr Gesicht einen Zug an, der den Skribor sofort wissen ließ, dass er mit der Sprache herausrücken sollte.

"Um auf den Punkt zu kommen - Raskell will dem Hohen Rat der Clans die Botschaften die wir bei dem verfluchten Spinnenkult auftaten persönlich überbringen, also wird er nach Raurikor ziehen. Aber unser Gunrik geht nicht alleine - ich soll ihn begleiten, weil ich die Dokumente übersetzt habe. Und DU sollst auch mit, da du ja schließlich unsere hohe Harada bist. Morgen früh brechen wir auf." Grimmar neigte bei seinen letzten Worten wieder leicht den Kopf um Kaelas Blick zu entgehen - wer konnte schon vorhersagen, wie sie auf diese spontane Nachricht reagieren würde...
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BeitragThema: Re: Eine geheime Nachricht...   So 2 Dez - 13:35

Eine gewisse Enttäuschung übermannte Kaela, als Grimmar seine Nachricht überbrachte. Sie wusste, das lange Reisen und häufige Besuche beim Rat der Clans ein wichtiger Teil ihrer - und in gewisser Weise auch der Preis für ihre - Rolle als Harada des Swajut war. Doch manchmal viel es ihr schwer, sich daran zu erinnern, dass sie diese Rolle freiwillig angenommen hatte und als große Ehre empfand. Zu sehr hatte sie sich auf einige ruhige Tage, lange Abende mit dem Swajut und Zeit für wichtige persönliche Angelegenheiten gefreut. Und nun, kaum dass sie angekommen war, sollte sie Hoimarshall auch schon wieder verlassen.

Kaela sah Grimmar an dessen Haltung an, dass er sich nicht sicher war, wie sie die Nachricht aufnehmen würde. Doch sie wusste, dass der Scribor sicher ähnlich empfunden hatte, als er den Auftrag zu dieser Reise vom Gunrik erhielt. Und im Grunde hatte sie aufgrund der vergangenen Ereignisse mit einer solchen Entwicklung gerechnet. Die Berichte über den Spinnenkult waren einfach zu wichtig, als dass ein einfacher Brief ausgereicht hätte.

"Nun denn, ich muss zugeben, dass mich diese Nachricht ein wenig überrascht. Zumindest, dass der Gunrik diese Entscheidung so bald nach unserer Ankunft getroffen hat und uns sogar persönlich begleitet. Dies zeigt, dass die Entwicklungen wirklich von höchster Wichtigkeit sind. Es ist mir eine Ehre, den Gunrik begleiten zu dürfen. Und ich freue mich umso mehr, dass Ihr uns begleitet, Grimmar. Vielleicht können wir die lange Reise nutzen, und ihr klärt mich endlich über eure Abendteuer mit Ingo auf und eure Erlebnisse beim Rat und weshalb ihr uns nicht nach Mitraspera begleiten konntet." Kaela lächelte den Scribor an und sah, wie dieser sich darauf sichtbar entspannte.

"Nun denn, wollen wir packen?"
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